<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 215 Beginn = "20.6.2014" Ende = "4.7.2014" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()" id="top">
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
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Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>-<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 

Die Sonne ist auch in dem sehr seltsamen Zyklus Nr. 24 immer wieder für eine Überraschung gut: Dies zeigte sich am 10. und 11. Juni, als binnen eines Tages aus der neuen Aktiven Region 12087 gleich drei X-Flares am Ostrand hervor schossen. Kaum um den südöstlichen Rand herumgekommen, wurde am 10. Juni ein X2.2-Flare registriert, der seinen Höhepunkt um 11:42 Uhr UT erreichte. Etwas mehr als eine Stunde später, um 12:55 Uhr UT folgte ein X1.5-Flare, der mit einem starken Koronalen Massenauswurf (CME) verknüpft war. Am 11. Juni gab es zunächst einen M1.8-Flare um 5:34 Uhr UT, einen M3.0 um 8:09 Uhr UT und um 9:05 Uhr UT einen X1.0. Auch dieser war mit einem CME assoziiert, vermochte aber aufgrund seiner sehr randnahen Position nicht das geomagnetische Feld der Erde zu treffen. Es wurde spekuliert, ob es bei dem Auswurfmaterial eine erdwärts gerichtete Komponente gab, was sich aber nicht bestätigte. Die Region war in den danach folgenden Tagen Quelle einer ganzen Fülle von niedrig klassigen C-Flares und einigen der zweithöchsten Klasse M. Das Ereignis vom 11.6.2014 erreichte um 21:20 Uhr UT die Stufe M3.9. Danach wurde es merklich ruhiger in dieser Gruppe.

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Flarefeld rund um die AR 12087 im Hα-Licht am 14.06.2014, 16:13 Uhr MEZ. [Erich Kopowski]

Was wirklich überraschte war, dass dort keine E- oder F-Gruppe am Ostrand erschienen war – diese beiden höchstentwickelten Fleckentypen nach der Waldmeier-Klassifikation sind geradezu prädestiniert für X-Flares – war es »nur« eine Gruppe der Waldmeier-Klasse D, die aber anfangs über ein komplexes und sehr instabiles Magnetfeld verfügte, das sich nach den Ausbrüchen ein wenig beruhigte. Derweil wird auch darüber debattiert, ob wir uns just dieser Tage im Fleckenmaximum befinden könnten, das allerdings einem Mini-Maximum entsprechen würde. Was jedoch merkwürdig ist, wie vieles in diesem Zyklus: Normalerweise kommt erst das Hauptmaximum mit der höchsten Aktivität und dann ca. ein bis zwei Jahre später das Nebenmaximum mit einer gegenüber dem großen Maximum etwas reduzierten Aktivität. Im aktuellen Zyklus ist das genau umgekehrt. Die erste Spitze erfolgte im Februar 2012 und – nach neuesten Berechnungen des Marshall Space Flight Center der NASA – die weitaus höhere im November 2013 mit einer gemittelten Sonnenfleckenrelativzahl von 75,4. Der Zyklus wäre damit immer noch der niedrigste seit über 100 Jahren: Das Maximum vom Februar 1906 lag gerade einmal bei einer gemittelten Relativzahl von 64,2.

Über die Ursache wird freilich gestritten, einige Forscher sehen darin eine generelle Umstellung des solaren Dynamos mit weitreichenden Folgen für die nächsten Zyklen, die dann noch schwächer ausfallen sollen, als der Gegenwärtige. Andere machen eine bislang unbekannte Variante des Flip-Flop-Zyklus für das merkwürdige Verhalten der Sonne verantwortlich, der einen Zusammenhang mit der Entstehung von Fleckengruppen in bestimmten heliographischen Breiten und deren zeitlich gegeneinander versetzte Aktivität beschreibt. Gegenwärtige Spekulationen über ein Maximum im Jahr 2015 – der Zyklus wäre dann schon 7 Jahre alt – dürften momentan noch als reine Vermutung ohne jegliche Grundlage zu betrachten sein. Aber wer weiß, was dieser Zyklus noch alles an Überraschungen parat hat.

Manfred Holl

 

Bis auf 1,25 Millionen Kilometer ist der Kleinplanet mit der vorläufigen Nummer 2014 HQ124 am 8. Juni an die Erde heran gekommen, anderthalb Monate nach seiner Entdeckung durch den reaktivierten Infrarotsatelliten WISE, der jetzt auf die Jagd nach genau solche Objekten geschickt wurde. Dieser Fund war besonders interessant, denn mit damals geschätzten 250m bis 400m Durchmesser hat er für einen erdnahen Asteroiden beachtliche Ausmaße: Nur alle paar Jahre einmal kommt ein Brocken dieser Größe der Erde so nahe. Und noch seltener unter so idealen geometrischen Bedingungen für Beobachtungen per Radar, kurz nach der größten Erdnähe: Über 100 Nachfolge-Beobachtungen hatten die Bahn von 2014 HQ124 präzisiert, und es würde möglich sein, den Asteroiden bistatisch – mit zwei verschiedenen Antennen – zu verfolgen. Ein starker Sender der 70m-Antenne im kalifornischen Goldstone würde Impulse zu ihm schicken, die die 305m-Antenne von Arecibo auf Puerto Rico sowie ein 34m-Radioteleskop in Kalifornien empfangen sollten.

Auch vier weitere radioastronomische Antennen vom Very Long Baseline Array beteiligten sich an der Kampagne, indem sie wiederum Radarsignale empfingen, die Arecibo selbst aussandte. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: In 1,4 Mio. km Entfernung lieferte der Asteroid starke Echos, aus denen sich Quasi-Bilder mit einer Auflösung von prinzipiell 3,75m erzeugen lassen, was erst die bistatische Technik möglich macht: Sie gehören zu den besten, die es je gab. Ausgenutzt wird die Rotation des Körpers, einmal in etwas weniger als 24 Stunden. Dabei werden die Echos der Radarpulse durch den Dopplereffekt leicht in der Frequenz verschoben und können einer horizontalen Koordinate zugeordnet werden, während die Laufzeit zwischen der oberhalb der Bilder gedachten Erde und dem Asteroid die vertikale Koordinate liefert. 2014 HQ124 erweist sich – wie aufgrund bereits der WISE-Daten erwartet – als 370m × 200m große »Hantel«, vermutlich sind es zwei Körper, die sich berühren. Auch allerlei Oberflächendetails, darunter ein spitzer Hügel, sind zu erkennen.

Daniel Fischer

 
 
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Das Spektrum:
www.astronomerstelegram.org/?read=6235
Weitere Beobachtungen:
www.aavso.org/very-bright-new-cv-discovered-mag-106
 

Die Entdeckung des vermeintlich neuen Sterns am Himmel war zwar Profiastronomen – mit einem automatischen 14cm-Teleskop auf Hawaii – gelungen, die Erkenntnis, dass es sich dabei um eine Zwergnova in einem seltenen Ausbruch handelt, kam dagegen von einem Netzwerk von Amateur-Spektroskopikern.

Die Beobachter des Astronomical Ring for Access to Spectroscopy (ARAS) setzten ein 25cm-Teleskop ein und fanden eindeutige Absorptions- und Emissionslinien. Seit der Entdeckung am 14. Juni hält sich ASASN-14cl bei etwa 10m,5 bis 11m,0. Wann sich der letzte Ausbruch ereignete, ist noch unklar: In Daten von 2012 gibt es immerhin Anzeichen anderer, schwächerer Maxima.

Jetzt mitmachen!

Auch Sie können uns Fotos aktueller Ereignisse über unsere Uploadseiten zusenden. Eine Auswahl der Ergebnisse veröffentlichen wir in unserer Rubrik »Rückblick« im gedruckten Heft.

Bilder einsenden: www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp

Daniel Fischer

 

Wie erst am 16. Juni bekannt wurde, ist Willam A. Bradfield – zwischen 1972 und 2004 alleiniger Entdecker von 18 Kometen – am 9. Juni 2014 im Alter von 87 Jahren verstorben. Geboren 1927 in Levin, Neuseeland, ging er als Ingenieur für Maschinenbau 1951 nach Australien, wo er für das dortige Verteidigungsministerium Triebwerke für Feststoffraketen für die Erforschung der oberen Atmosphäre entwickelte und baute.

Bekannter wurde er jedoch durch seine vielen Kometenentdeckungen, denen er den Namen »The Wizard of Dernancourt« verdankte. Als Amateurastronomen beobachtete er 1970 den Kometen C/1969 Y1 (Bennett), was in ihm den Entschluss reifen ließ, dass er selber Kometen entdecken wollte. Er wurde Mitglied der Astronomical Society of South Australia und begab sich mit einem 15cm-Refraktor auf die Suche nach neuen Schweifsternen. Mit Hilfe dieses transportablen Instruments suchte er regelmäßig und systematisch nach Kometen. Dabei ging er nach einem eigens entwickelten Plan vor, studierte Wetterkarten und -situationen und betrieb sein Fernrohr auf einer azimutalen Montierung, um schnell in Frage kommende Himmelsbereiche durchmustern zu können. Diese über viele Jahre hinweg weiter entwickelte Methode ließ ihn schon in den 1970er Jahren zehn Kometen auffinden. Den ersten entdeckte er am 12.3.1972 (C71972 E1), den letzten am 23.3.2004 (C72004/F4). Bradfield lebte seit 1995 im südlich von Adelaide gelegenen Yankalilla, wo er jetzt verstarb.

Manfred Holl

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Originalarbeit:
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0019103514002462
 

Der kalte Zwergplanet Pluto könnte Ursprung einer dünnen Stickstoff-Atmosphäre seines größten Begleiters Charon sein. Darauf deuten Ergebnisse numerischer Simulationen hin. Sollte sich die Annahme bestätigen, wären Pluto und Charon das erste bekannte Beispiel für eine quasi geteilte Atmosphäre zwischen einem (Zwerg)Planeten und seinem Mond. Charon ist der innerste der fünf bekannten Monde des Pluto. Entdeckt wurde er im Jahr 1978. Sein mittlerer Durchmesser beträgt 1212km, was etwas mehr als die Hälfte des Durchmessers von Pluto ausmacht. Verglichen mit anderen Monden des Sonnensystems ist Charon damit im Verhältnis zu seinem Hauptkörper ungewöhnlich groß.

Schon Studien aus den 1980er Jahren legten einen Gasaustausch der beiden Körper nahe. Allerdings setzten diese Hypothesen eine hauptsächlich aus Methan bestehende Atmosphäre des Pluto voraus. Darüber hinaus muss das Gas, den frühen Arbeiten zufolge, den unmittelbaren Einflussbereich des Zwergplaneten mit relativ hohen Geschwindigkeiten verlassen. Anhand erdgebundener Beobachtungen weiß man zwischenzeitlich von einer überraschend mächtigen Stickstoffatmosphäre des Pluto, die sich gegenwärtig wenigstens 3000km weit ins All erstreckt. Damit füllt sie immerhin schon ein Viertel der Strecke zu Charon aus. Bislang wurde vermutet die Atmosphäre endet in gut 100km Höhe über der Pluto-Oberfläche.

Stickstoff ist im Vergleich zu Methan das schwerere Gas mit einer entsprechend verringerten Verlustrate, trotzdem stellt sie sich als wahrscheinlich eine der empfindlichsten Planetenatmosphären im Sonnensystem dar, da sie stark von der Sonneneinstrahlung, die je nach Bahnlage des Zwergplaneten variiert, beeinflusst wird. Simulationen zum Bewegungs- und Kollisionsverhalten der Stickstoffmoleküle legen nun eine größere Atmosphärentemperatur als zuvor angenommen nahe, die sich unter anderem auch auf die Ausdehnung der Gashülle auswirkt und sie somit bis in den Gravitationsbereich des Charon treibt. Alternativ könnte die Mondatmosphäre auch durch Ausgasungen auf Charons Oberfläche unterhalten werden. Selbst Kometeneinschläge auf dem Mond, die Gaswolken entbinden, sind als Ursprung einer hypothetisch flüchtigen Charon-Atmosphäre denkbar. Allerdings ist das Phänomen des Gasaustausches zwischen Körpern wie in binären Sternsystemen oder nahe am Mutterstern befindlichen Exoplaneten bekannt, so dass diesem Szenario aktuell eine leichte Favoritenstellung zugebilligt wird.

Lars-C. Depka

 
 
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Originalarbeit zu den Kapteyn-Planeten:
arxiv.org/abs/1406.0818
Details und Visualisierungen:
jasper.ph.qmul.ac.uk/g.anglada/Public/kapteyn/links.html
Originalarbeit zum Atmosphären-Verlust:
arxiv.org/abs/1405.7707
 

Er ist zur Zeit nur 13 Lichtjahre von der Erde entfernt, gehört aber zum Halo der Milchstraße, ist schätzungsweise zehn bis zwölf Milliarden Jahre alt, war einmal Teil einer kleinen Galaxie, die vom Schwerefeld der Milchstraße zerrissen wurde und hat mindestens zwei Planeten – von denen sich einer auch noch in einer potenziell bewohnbaren Zone befindet. Oder auch nicht, denn »Kapteyns Stern« ist ein roter Zwerg des Spektraltyps M1.0 und Modellrechnungen zum Schicksal der Atmosphären von Planeten dieses in der Milchstraße häufigsten Sterntyps, die gleichzeitig publik wurden, lassen nichts Gutes erahnen. Messungen mit gleich drei verschiedenen Spektrographen hatten bei Kapteyns Stern Dopplersignale mit Perioden von 49 Tagen und 122 Tagen gefunden, die auf zwei Planeten mit mehrfacher Erdmasse hindeuten – und derjenige mit der kürzeren Periode hat einen Abstand von dem kühlen Stern mit 0,28 Erdmassen, in dem flüssiges Wasser auf der Oberfläche möglich wäre.

Dies ist aber natürlich nur so, wenn eine Atmosphäre dafür sorgt, dass es nicht sofort siedet und in den Raum verschwindet: Die »Mondmeere« sind schließlich auch staubtrocken, obwohl der Erdmond mitten in der habitablen Zone der Sonne residiert. Und genau das ist das Problem, das die neue Studie aufgezeigt hat: Um überhaupt diese Zone zu erreichen, müssen Planeten einem lichtschwachen M-Stern viel näher sein als etwa der Sonne. Der Sternwind aber ist in geringem Abstand rund tausendmal intensiver als was z.B. die Erde aushalten muss: Die neuen Rechnungen legen nahe, dass die Magnetosphären von vermeintlich habitablen M-Zwerg-Planeten zu schwach sind, um Widerstand zu leisten. Der Sternwind heizt die Atmosphären katastrophal auf (ionosphärische Joule-Heizung wird dieser Prozess genannt) und reißt sie davon, zurück bleiben warme Wüstenwelten. Trotzdem ist die Entdeckung von Kapteyns zwei Supererden interessant, denn sie liefern Einsichten in Planetenbildungsprozesse in der Frühgeschichte der Milchstraße.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1406.2243
Früheres Abhandlung zur Problematik:
arxiv.org/abs/1102.4340
 

Ausgesprochen schwierig ist es, die Masse der Milchstraße zu ermitteln: Meist versucht man es anhand der Umläufe diverser anderer kleiner Objekte in ihrem Schwerefeld, aber immer fehlen wichtige Informationen.

Eine neue Methode simuliert nun das Schicksal von Gezeitenkräften zerrissener Zwerggalaxien und kann speziell den bekannten Sagittarius-Strom nur nachvollziehen, wenn sich innerhalb von 326000 Lichtjahren um das Zentrum der Galaxie 410±40 Milliarden und innerhalb von 652000 Lichtjahren 560±120 Milliarden Sonnenmassen befinden. Das liegt im unteren Bereich der bisherigen Abschätzungen, die teilweise bis deutlich über eine Billion Sonnenmassen reichen und würde nebenher auch noch wesentliche Widersprüche zu Modellen der Entstehung der Milchstraße auflösen.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1405.7881
CfA-Pressemitteilung:
www.cfa.harvard.edu/news/2014-14
 

Das Planetensystem des Sterns Kepler-10 bleibt in den Schlagzeilen: Einst war der Planet 10-b der erste, dessen Dichte ihn eindeutig als felsige Welt von drei Erdmassen auswies und nun ist dies auch bei 10-c der Fall. Aber dieser Planet hat 15 bis 20 Erdmassen und dies bei einem nur 2,4-fachen Erddurchmesser! Seine Dichte liegt demnach bei 6g/cm³ – 8g/cm³. Der Zusammensetzung des Sterns nach muss er größtenteils aus silikatischem Gestein bestehen: Der erste klare Fall einer »Mega-Erde«.

Zugleich ist Kepler-10c eine Herausforderung an die Theorie, denn Planeten mit mehr als zehn bis zwölf Erdmassen sollten eigentlich von einer Wasserstoff dominierten großen Gashülle umgeben sein, aber Kepler-10c ist eine Felsenwelt.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Charlie Bates Solar Astronomy Project:
www.charliebates.org/
Sonnenprojekt:
www.solarastronomy.org/
Fotowettbewerb:
www.oculum.de/newsletter/astro/200/10/1/211.asp#11
International SUNday auf Twitter:
twitter.com/IntlSUNday
 
 
TIPP DER REDAKTION
interstellarum Themenheft 1/2013 – Im Bann der Sonne
www.interstellarum.de/themenheft.asp?content=20131
Astro-Praxis: Die Sonne

Eine Anleitung für Hobby-Astronomen von Jürgen Banisch

www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=81
 

Das gemeinnützige Charlie Bates Solar Astronomy Project (CBSAP) hat erstmals für den 22.6.2014 zu einem internationalen Tag der Sonne aufgerufen. Auf zahlreichen Veranstaltungen rund um den Globus sollen dabei möglichst viele Menschen erreicht und über unser Leben spendendes Zentralgestirn informiert werden. Amateure und Profis bis hin zur NASA bieten an sogenannten »Knotenpunkten« Beobachtungen der Sonne an, wobei die Veranstaltungen per Internet vernetzt werden. Darüber hinaus stehen auch andere Aspekte wie z.B. die Nutzung der Sonnenenergie durch Solartechnik und Photovoltaik im Fokus. Insgesamt sollen durch die Veranstaltungen mehr Interesse für die Sonne, Astronomie und Wissenschaft geweckt werden.

Im Rahmen des »International SUNday« bieten in Deutschland die Firmen Bresser und Lunt-Europe einen Veranstaltungstag an, der sich ganz der Sonne widmet. Neben Beobachtung der Sonne im Weißlicht, der Hα- und der Ca-K-Wellenlänge wird es multimediale Vorträge geben und die Besucher können über die Ergebnisse des zuvor ausgerufenen Fotowettbewerbs abstimmen (interstellarum Newsletter 211).

Frank Gasparini

 
 
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Homepage des MIAPP:
munich-iapp.de
PM der TU München:
www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/31599/
Homepage des Forschungscampus:
www.forschung-garching.de
 
interstellarum Sternstunde-Moderator Paul Hombach im Gespräch mit Kudritzki. [Daniel Fischer]

Einen ganzen Monat lang nur mit Kollegen entspannt und in großer Tiefe über die neuesten Ergebnisse des eigenen Forschungsfeldes zu diskutieren, ungestört von den Ablenkungen des täglichen akademischen Lebens und befreit vom Zeitdruck klassischer Tagungen: Welcher Astronom würde nicht von solcher »Qualitätszeit« träumen? Bislang gab es dazu vor allem auf den legendären Physiker-Treffem im abgelegenen Ski-Ort Aspen in den Rocky Mountains Gelegenheit, aber nun existiert ein derartiges Refugium auch auf dem Forschungscampus Garching nördlich von München: im Munich Institute for Astro- and Particle Physics (MIAPP). Dabei handelt es sich um eine Serie jeweils einmonatiger Workshops – der erste befasst sich mit der Präzisionsmessung der Hubblekonstanten – organisiert und finanziert über Deutschlands »Exzellenz-Cluster Universe«, den es seit 2006 gibt und der inzwischen bis 2017 verlängert wurde. Am Anfang solch eines Workshops stehen eine Handvoll Koordinatoren, deren Themenvorschlag ein Gutachter-Ausschuss für würdig befand: Diese entscheiden dann über die Bewerbungen der weiteren Teilnehmer und wählen 50 bis 60 aus, deren Reisespesen übernommen werden.

Nicht zwingend aber doch oft hält jeder der Auserwählten auch einen Vortrag, dem dann eine wesentlich intensivere Diskussion folgt, als es bei einer normalen Tagung möglich wäre. Dabei sollen auch die Schwierigkeiten und Probleme des Themas nicht verschwiegen werden, betont Rolf-Dieter Kudritzki, zusammen mit dem Teilchenphysiker Martin Beneke Direktor des MIAPP. Während die Vorträge selbst sogleich auf dessen Webseite erscheinen, herrscht noch gewisse Unklarheit über die Veröffentlichung der Notizen des Diskussionsverlaufs danach, bei dem »alle Karten auf den Tisch« gekommen sein sollten – was für den Rest der astronomischen Welt natürlich besonders interessant wäre. Die tatsächlich recht inspirierende Atmosphäre des MIAPP – das bereits auf ein neues Gebäude und eine permanente Weiterführung nach 2017 hofft – konnte auch das Team der interstellarum Sternstunde ein paar Stunden genießen: In der nächsten Sendung gibt es Interviews mit Kudritzki und dem Physik-Nobelpreisträger Brian Schmidt, der an dem Hubble-Workshop teilnimmt.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1406.0033
Upload-Maske zur Bildbearbeitung:
www.psi.edu/research/cometimen
 

In den hell leuchtenden Köpfen (Komae) vieler Kometen verbergen sich oft Strukturen in Gestalt von Staubstrahlen oder -spiralen, aus denen sich viel über Ausgasung und Rotation des Kometenkerns lernen lässt, wenn es denn gelingt, diese Details von nur wenigen Prozent Kontrast verlässlich sichtbar zu machen.

Eine umfangreiche Abhandlung zweier Altmeister dieser Kunst lässt sich nun geradezu als Lehrbuch von Profis sowie engagierten Amateuren gleichermaßen verwenden, beschreibt sie alle bekannten Techniken der Bildverarbeitung im Detail – die auch mit einem Online-Tool auf eigene Daten angewandt werden können – und vergleicht ihre Wirkung anhand simulierter Kometen-Komae. Die Erkenntnis der Arbeit: Eine Technik, die alles gleich gut verstärkt, gibt es nicht, Artefakte lauern überall, aber was real ist, erkennt man auch schon ansatzweise bei simpler Kontraststreckung. Und jede verdächtige Struktur sollte mit mindestens zwei ganz verschiedenen Methoden heraus gekitzelt werden, bevor man sie veröffentlicht...

Daniel Fischer

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %> - <% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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interstellarum-Fotowettbewerb 2014:
www.interstellarum.de/fotowettbewerb-2014.asp
Ab 17.7.2013 abstimmen unter:
www.interstellarum.de/fotowettbewerb-2014-voting.asp
teleskop austria:
www.teleskop-austria.at
Vixen:
www.vixen-astronomie.de
Astroshop (nimax):
www.astroshop.de
AME 2014:
www.astro-messe.de
 
Schlussspurt beim großen interstellarum-Fotowettbewerb! Mit Preisen von

Der Einsendeschluss des großen interstellarum-Fotowettbewerbs mit Preisen von Teleskop-Austria, Vixen und Astroshop.de ist am 30. Juni. Aus den zehn Finalisten der beiden Kategorien Newcomer und Einsteiger – ausgewählt von unserer Jury aus den Astrofotografen Stefan Binnewies, Ranga Yogeshwar und Bernhard Hubl – können Sie vom 17.7. bis 10.8.2014 per Online-Voting die Sieger küren! Die Preise im Gesamtwert von mehr als 11000€ werden am 13.9.2014 auf der 9. Internationalen Astronomie-Messe (AME) überreicht.

Die Preise in der Kategorie Newcomer
 
Die Preise in der Kategorie Experten
 
Teilnahme und Ablauf

Sie können Ihre Bilder ab sofort über nebenstehenden Link hochladen. Der Upload ist bis einschließlich 30.6.2014 freigeschaltet. Danach bestimmt eine Jury aus den Astrofotografen Stefan Binnewies, Ranga Yogeshwar und Bernhard Hubl aus beiden Kategorien je zehn Finalisten. Die Wahl der Preisträger erfolgt anschließend in Form eines Online-Votings durch unsere Leser.

Die Regeln

• Zugelassen sind alle astronomischen Motive
• Bildautoren müssen alle Rechte an eingesandten Bild besitzen, insbesondere für Rohdaten und Bildbearbeitung
• Zusendungen erfolgen ausschließlich per Upload über unsere Webseite
• Es dürfen beliebig viele Bilder eingereicht werden, jedoch wird nicht mehr als ein Preis pro Teilnehmer vergeben
• Einmal eingesandte Bilder können nicht zurückgezogen werden
• Einsendeschluss ist der 30.6.2014
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, ebenso ein Umtausch der Preise in Bargeld oder andere Leistungen

 
 
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interstellarum Plus-abo und Plus-Upgrade:
oclm.de/abo
 

Ab Juni dieses Jahres können Sie interstellarum nicht nur wie gewohnt blätternd genießen, sondern auch digital auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Wann immer und wo auch immer, mit der neuen interstellarum‐App haben Sie jeden Text und jeden Artikel der gedruckten Ausgabe stets griffbereit dabei. Die digitalen Heftausgaben sind vollständig verlinkt und bieten Verknüpfungen zu einzelnen Beiträgen und Produkten, die eine einfache Vernetzung zwischen Verlag, Herstellern/Händlern und Kunden ermöglichen.

Möglich wird dies durch die Einführung einer neuen interstellarum-App, die in Kürze für iOS‐ und Android‐Geräte verfügbar ist; zu einem etwas späteren Zeitpunkt folgt eine browserbasierte Java‐App für klassische PCs oder Macs. Die App selbst ist kostenlos. Digitale Einzelhefte stehen sowohl innerhalb der App als auch über unseren demnächst startenden Webshop zum regulären Heftpreis zum Kauf bereit.

Das Beste: Leser, die sich für unser neues interstellarum Plus-Abo entscheiden, erhalten nicht nur die digitalen Inhalte zum gedruckten Heft dazu, sondern zusätzlich auch noch Zugriff auf unser neues digitales Heftarchiv innerhalb der App ab Ausgabe 86.

Hinweis

Das neue interstellarum Plus-Abo (Print + Digital) kann ab sofort über unserem Shop abgeschlossen werden. Es kostet grundsätzlich 8,–€/Jahr mehr als das entsprechende Print-Abo für Ihre Region. Sind Sie bereits Abonnent können Sie alternativ das Plus-Upgrade zur Printausgabe dazubuchen (8,–€/Jahr).

• Das neue Plus-Abo oder das Plus-Upgrade: oclm.de/abo

Der Bezug des interstellarum Plus-Abos startet mit interstellarum-Ausgabe 95 und wird für iOS, Android und als browserbasierte Java-App verfügbar sein.

Highlights:

Das interstellarum Plus-Abo kostet grundsätzlich nur 8€/Jahr mehr als das entsprechende Print-Abo:
Bestehende Abonnenten können jederzeit auf das neue interstellarum Plus-Abo upgraden.

Komfortable Bedienbarkeit:
Die Performance ist vergleichbar mit einem ausgereiften E-Book-Reader

Intelligente und extrem leistungsstarke Suche:
Die interstellarum‐App bietet eine extrem performante Volltextsuche, die selbst auf dem Tablet blitzschnelle Ergebnisse liefert.
• Suche über mehrere Heftausgaben hinweg
• unscharfe Suche: »Finde Bereiche, die meiner Auswahl ähnlich sind!«
• erweiterte Suchparameter (AND, OR, NOT, Wildcard, Näherung etc.)
• gewichtete Trefferanzeigen

Elektronisches Inhaltsverzeichnis:
Leser können das Inhaltsverzeichnis direkt aus dem App‐Menü aufrufen und per Fingertip zur referenzierten Seite springen.

Komfortables Annotieren und Teilen:
Beliebige Textpassagen können vom Leser durch unterschiedliche Markierungen hervorgehoben werden. Aber auch eigene Text‐ und Audiokommentare sowie Bilder (auch direkt mit der Kamera) können an jeder Stelle im Text angehängt werden. Annotationen können via E‐Mail, Twitter oder Facebook geteilt werden. Außerdem werden sie automatisch über alle Geräte eines Nutzers hinweg synchronisiert.

 
 
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DIE SONNE:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=81
DIE SONNE INHALTSVERZEICHNIS (PDF):
www.oculum.de/oculum/download/sonne2-inhalt.pdf

Die Sonne ist der Stern direkt vor unserer Haustür. Das Gestirn, das unser Leben bestimmt, bietet ein großartiges astronomisches Beobachtungsobjekt, das jeden Tag ein neues Gesicht zeigt. Selbst mit dem (geschützten!) bloßen Auge lassen sich faszinierende Beobachtungen machen.

Dieses Buch erklärt die Phänomene auf der Sonne und zeigt, wie man diese mit modernen Sonnenteleskopen beobachten und fotografieren kann. Dazu zählt neben dem herkömmlichen »Weißlicht« die Beobachtung in speziellen Spektrallinien der Elemente Wasserstoff und Kalzium.

Besonderer Wert wird auf die Sicherheit der Sonnenbeobachtung gelegt. Ausführlich werden verschiedene Filtermethoden erklärt und ihre Eignung für die verschiedenen Beobachtungszwecke herausgestellt. Die 2. aktualisierte Auflage wurde astronomisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht und erweitert. Zahlreiche neue Abbildungen spiegeln die Entwicklung auf unserem Stern in den vergangenen Jahren wider.

Jürgen Banisch, Oculum-Verlag
240 Seiten, Softcover, 17cm × 24cm
ISBN: 978-3-938469-68-2
24,90€

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.

 

 

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