<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 205 Beginn = "24.1.2014" Ende = "7.2.2014" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
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Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Wo die Supernova 2014J in M 82 aufleuchtet: ein Bild vom Vormittag des 22. Januar – mit einem ferngesteuerten Teleskop in New Mexico aufgenommen – gegen eines mit dem 2m-Faulkes-Teleskop Nord vom letzten November geblinkt. [Ernesto Guido, Nick Howes und Martino Nicolini]
 
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Aufsuchkarte für M82. [F. Gasparini]

Es ist die der Erde nächste Supernova seit mindestens 21 Jahren und die erdnächste des Typs Ia überhaupt, die im Ausbruch beobachtet und dabei als solche erkannt wurde: Die SN 2014J in der rund 11,4 Mio. Lj entfernten Galaxie Messier 82 (Ursa Maior) hatte am 23. Januar bereits eine visuelle Helligkeit von rund 11,m2 – und das ist vermutlich noch nicht ihr Maximum! Die Geschichte ihrer Entdeckung ist diesmal weniger interessant als diejenige ihrer Nicht-Entdeckung: Die ersten Photonen der Sternexplosion erreichten die Erde bereits am 14. Januar, und die Supernova wurde rasch heller, doch niemand bemerkte sie. Professionellen automatischen Such­programmen ging sie zwar prompt ins Netz, wurde aber wegen ihrer Helligkeit als vermeintliches Vordergrundobjekt in der Milchstraße aussortiert! Alle Amateurastronomen, die Aufnahmen von M 82 machten, übersahen den hellen Stern. Besonders peinlich: Während einer Online-»Starparty« in der Nacht 19./20. Januar war die Supernova auf dem Livebild schon sehr deutlich zu sehen, fiel aber keinem der Moderatoren – oder Zuschauer – als etwas Ungewöhnliches auf.

Die (ungefilterte CCD-)Helligkeit der SN 2014J war von 14,m4 am 15. auf 13,m9 am 17. und 12,m2 am 19. Januar gestiegen, aber entdeckt wurde sie erst am Abend des 21. Januar: von einem britischen Dozenten und seinen Studenten, die – unter schlechten Bedingungen – einige Aufnahmen der Galaxie an der Sternwarte der University of London in einem nördlichen Außenbezirk der Stadt gemacht hatten. Bereits am Morgen des nächsten Tags konnte die Supernova durch Spektren dem Typ Ia zugeordnet werden: Folgt sie einer typischen Lichtkurve dieser Sternexplosionen, dann sollte sie in der kommenden Woche mit rund 10m ihr Maximum erreichen. Der volle Glanz einer Typ-Ia-Supernova – bei der ein thermonuklear detonierender Weißer Zwerg sogar heller als ein explodierender Riesenstern in einer Typ-II-Supernova wird – bleibt ihr freilich verwehrt, da der in der Starburst-Galaxie reichlich vorhandene Staub einiges ihres Lichts schluckt. Letzteres macht sie wiederum wissenschaftlich besonders interessant, denn dieser Prozess, der den Nutzen von Typ-Ia-Supernovae als kosmologische Standardkerzen beeinträchtigt, lässt sich nun besonders gut studieren.

Daniel Fischer

 
 
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Seite von Jim Kaler zu θ1 Ori:
stars.astro.illinois.edu/sow/theta1ori.html
Vorausberechnung der Minima von Bedeckungs­veränderlichen:
www.as.up.krakow.pl/ephem
Beobachtungsbericht von Klaus Wenzel vom Februar 2012 (PDF):
www.bav-astro.de/rb/rb2012-3/159.pdf
 
Zwei der vier Trapezsterne sind Bedeckungs­veränderliche. Ihre Helligkeit sinkt im Minimum um 0,m7 (B) bzw. 1,m0(A). [Stefan Binnewies]

Am 31.1. um 19:00 MEZ wird das Trapez im Orionnebel anders aussehen als die Tage vorher und nachher: Der westliche Stern im Trapez, θ1 Ori A (V1016 Ori) wird durch eine seiner alle 65,43 Tage eintretenden Verfinsterungen von normalerweise 6,m7 auf 7,m7 abgedunkelt. Die gesamte Verfinsterung dauert 16 Stunden und ist bequem am Abend beobachtbar.

Der zweite Bedeckungsveränderlich im Trapez, θ1 Ori B (BM Ori) mit kürzerer Periode von 6,47 Tagen erreicht am 30.1. gegen 2:00 MEZ und am 12.2. gegen 1:00 MEZ bzw. 24.2. 23:00 MEZ von Mitteleuropa aus sichtbare Verfinsterungen von 8,m0 auf 8,m7. Auch bei diesem Stern dauert die Verfinsterung 16 Stunden, der dunklere Begleitstern bedeckt den Hauptstern aber total und so dauert das Minimum rund sieben Stunden um die Finsternismitte.

Mit visuellen Beobachtungen der Helligkeit sowie kurzbelichteten DSLR- oder CCD-Aufnahmen mit einer Brennweite ab etwa 1000mm können diese beiden »Sternfinsternisse« beobachtet und dokumentiert werden.

Wolfgang Vollmann

 
 
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Sammlung von Meldungen:
www.euraster.net/results/2014/index.html#0117-56b
Radebeuler Video:
www.youtube.com/watch?v=CmkpI6ncytY
 

Die Beobachtung von Sternbedeckungen durch Kleinplaneten führt dank stark verbesserter Prognosen heutzutage recht häufig zu einem erfolgreich beobachteten »Ausknipsen« des Zielsterns für einige Sekunden.

Am 17. Januar gab es aber eine Besonderheit: An diesem Abend zog der Kleinplanet (56) Melete über ein schwaches, aber enges Sternpaar hinweg, wobei sich die Schattenzonen parallel quer über Europa erstreckten – nicht viele Beobachter waren erfolgreich, aber wie die inzwischen einlaufenden Berichte zeigen, wurde die Bedeckung beider Sterne je mindestens einmal registriert, in England und Deutschland (Trebur) vom helleren und in Südwest-Frankreich vom schwächeren Stern. Auch eine Negativbeobachtung aus Radebeul ist insofern reizvoll, als ein hochauflösendes Video von dort die Situation am Himmel verdeutlicht.

Daniel Fischer

 
 
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Fakten zum 17. Januar:
forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=8&t=54501
Fakten zum 18. Januar:
forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=8&t=54504
 

Am Abend des 17. und gleich darauf am Abend des 18. Januar wurden im Bereich Südengland bis Deutschland zwei viel beachtete Feuerkugeln beobachtet, mit ganz unterschiedlichen Konsequenzen allerdings. Der in Deutschland beobachtete Bolide (gegen 19:06 MEZ) löste einen größeren Polizeieinsatz aus, da besorgte Anrufe wegen eines vermeintlichen Flugzeugabsturzes eingegangen waren, der hellere niederländisch-britische gegen 21:18 MEZ wurde dagegen allgemein korrekt erkannt – und auch mehrfach von All-Sky-Kameras und sogar der Onboard-Kamera eines Autos erfasst. Eine etwaige Restmasse des etwa –10m hellen Boliden – Sichtungen dazu liegen aus Deutschland nicht vor – wäre leider in die Nordsee gestürzt.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG

Unter den bislang mehr als 1000 bekannten Exoplaneten bilden die mittelgroßen quantitativ die Mehrzahl. Solche extrasolaren, terrestrischen Himmelskörper, auch Supererden genannt, rangieren in Bezug auf ihre Massen zwischen der Erde des Sonnensystems und dem Neptun. Atmosphärische Studien litten in der Vergangenheit zumeist an der Problematik, nicht zwischen unterschiedlichen Atmosphäreninterpretationen im Hinblick auf die Natur der Gashüllen solcher Supererden unterscheiden zu können. Die spektroskopischen Datenlagen zeigten oft eine unzureichende Aussagekraft, um belastbare Charakteristika zu erstellen. Eine Frage, die sich genauso auch bei dem Archetypen der Supererden, dem Planeten GJ 1214b stellt: Dominieren in seiner Atmosphäre eher die schwereren Moleküle, wie z.B. Wasser? Oder aber befinden sich in der Hochatmosphäre Wolken, die darunter liegende Schichten verschleiern? Bei Gliese 1214b handelt es sich um eine seit einigen Jahren bekannte Supererde in rund 40Lj Entfernung. Mit einem Abstand von nur 0,014AE umkreist der Planet seinen Zentralstern (einen Roten Zwerg) im Sternbild Schlangenträger innerhalb von 38 Stunden. Die bisherige Lehrmeinung sah in Gliese 1214b aufgrund von Beobachtungen mit dem Hubble-Teleskop einen Planeten, dessen Atmosphäre sich möglicherweise überwiegend aus Wasserdampf zusammensetzt. Vor diesem Hintergrund wurde angenommen, dass der Planet selbst zu einem großen Teil aus Wasser besteht.

Jüngst gewonnene Transmissionsspektren im nahen Infrarotbereich zeichnen nun ein neues Bild und schließen wasser-, oder methandominierte Atmosphärenmodelle weitgehend aus. Ein Transmissionsspektrum entsteht, wenn das Licht eines Sterns die Lufthülle des zu untersuchenden Planeten durchdringt. Atmosphärische Elemente filtern dabei die für sie charakteristischen Wellenlängen aus dem Lichtspektrum heraus. Doch bei Gliese fehlen auch nach intensiver Beobachtung jegliche Signaturen atmosphärischer Gase, was das Vorhandensein einer dichten, lichtundurchlässigen Wolkendecke vermuten lässt. Untermauert wird die These durch die Befunde eines weiteren extrasolaren Trabanten: Gliese 436b. Er ist grob mit Neptuns Masse vergleichbar und kreist ähnlich wie sein leichterer Bruder innerhalb der auf das Gliese-System übertragenen Merkurbahn um seinen Stern. Auch in der Lufthülle des neptungroßen Gliese-Planeten fanden sich keine Spuren atmosphärischer Gase. Entweder versperrt auch hier eine dichte Wolkendecke den Weg für das Licht in tiefere Atmosphärenregionen, oder die Atmosphäre ist tatsächlich wolkenfrei, würde in diesem Fall aber keinen Wasserstoff enthalten. Ein Szenario, das sich bei einem Neptun-ähnlichen Planeten nur schwer erklären ließe. Modellrechnungen lassen Temperaturen von über 200°C auf den fernen Welten vermuten. Unter solchen Gegebenheiten bestehen die globalen Wolkenfelder wohl eher aus Kaliumchlorid oder Zinksulfid und sind mit den uns von der Erde bekannten Wasserdampfwolken am Himmel nicht zu vergleichen.

Lars-C. Depka

 
Ein sehr klarer Trend: Je weiter der Blick in die Vergangenheit geht, desto geringer ist der Anteil der Spiralgalaxien mit Balken. Bevor die »Bürger-Forscher« zum Einsatz kamen, gab es so eindeutige Diagramme nicht. [Melvin et al.]

Nur selten kommt es vor, dass wirklich große und signifikante Entwicklungen des Universums mit fortschreitender Zeit nachgewiesen werden: Die Zu- und dann wieder Abnahme der Sternentstehung gehört dazu oder dass es mit fortschreitender Expansion des Alls immer weniger Verschmelzungen von Galaxien untereinander gibt. Ein weiterer fundamentaler Effekt, noch bis vor kurzem umstritten, scheint jetzt etabliert worden zu sein. Im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Projekts "Galaxy Zoo: Hubble" hatten über 86000 »Bürgerforscher« daran einen wesentlichen Anteil. Die Freiwilligenscharen schauten 40 Millionen Mal Hubble-Bilder ferner Galaxien an und beurteilten sie nach mehreren Kriterien: Dazu gehörte auch, ob ein zentraler Balken zu erkennen war, wie ihn auch die Milchstraße besitzt und mit ihr mindestens die Hälfte der heutigen Spiralgalaxien. Es war lange unklar geblieben, ob dieser stabile Rotationszustand im Laufe der kosmischen Evolution häufiger wurde: Mehrere Untersuchungen widersprachen sich, und erst in den letzten Jahren wuchsen die Indizien, dass mit dem Alter von Galaxien die Balkenrate tatsächlich wächst.

Dies wurde nun bestätigt, mit einem klaren Befund: Er basiert auf der Auswertung von 2380 Scheibengalaxien – 317 davon mit Balken – aus dem COSMOS-Feld, von dem u.a. Hubble besonders tiefe Aufnahmen gemacht hat. Bei einer Rotverschiebung um 1 (d.h. vor rund 8 Mrd. Jahren) lag der Anteil der Balkengalaxien nur bei 11% ± 2%, aber bei 0,4 (also 4 Mrd. Jahren) schon bei 22% ± 5% – und heute könnten es bis zu zwei Drittel sein. Bei den massereichsten Galaxien ist die Balken-Zunahme mit dem Alter ganz besonders ausgeprägt, und sie sind auch maßgeblich für den Gesamttrend verantwortlich: Offenbar setzte bei einer Rotverschiebung nahe 1 – just als das Zeitalter der großen Galaxien-Fusionen sein Ende fand – ein langsamer Entwicklungsprozess ein, der mit nachlassender Sternbildung einhergeht. Bei der Untergruppe besonders inaktiver und alt und rot gewordener Galaxien ist der Balkenanteil in der Tat noch einmal stark erhöht, auf 45% ± 5%. Die Kausalzusammenhänge sind indes noch weniger klar: Man hatte auch einmal gedacht, dass die Existenz eines Balkens die Sternentstehung sogar anregen könnte.

Daniel Fischer

 

Nach 31 Monaten geplanter Funkstille sorgten 30 Minuten zusätzliches Schweigen am 20. Januar für unverhofftes Drama: Weil der Bordrechner der Kometensonde Rosetta – wie man inzwischen gelernt hat – mit dem Hochfahren noch einmal neu ansetzen musste, erschien das erste Lebenszeichen am 20. Januar erst um 19:18 statt gegen 18:45 MEZ, wie berechnet worden war.

Von frenetischem Beifall im Kontrollzentrum in Darmstadt begleitet traf zunächst nur der reine Funkträger ein, aber Rosetta gehorchte einem sogleich gesendeten Kommando und begann noch am selben Abend mit der Übertragung technischer Daten. Tags darauf stand dann schon praktisch fest, dass die Sonde den langen Winterschlaf problemlos überstanden hatte. In den kommenden Monaten kann sie nun für das Rendezvous mit dem Zielkometen im Sommer und das Absetzen ihres Landers im November bereit gemacht werden.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1401.4905
ESO-Pressemitteilung:
www.eso.org/public/germany/news/eso1402
 

Eigentlich liegt die Vermutung nahe, dass Sternhaufen kein guter Platz für die Bildung von Planeten, massereichen zumal, sind: Durch ihre Schwerkraft sollten die Sterne gegenseitig ihre Scheiben bedrohen.

Das tun sie aber offensichtlich nicht, ist das Ergebnis einer schon sechs Jahre währenden Planetensuche im Offenen Sternhaufen Messier 67 mit Spektrographen an drei Teleskopen: Drei Exoplaneten mit mindestens 0,3 bis 1,5 Jupitermassen wurden zu Tage gefördert. Bezogen auf die Zahl der untersuchten Sterne ist der Anteil an Exo-Jupitern nicht geringer als bei isoliert im Raum stehenden »Feldsternen«. Zwei der M-67-Planeten kreisen um Zwergsterne des Spektraltyps G – von denen einer zu den sonnenähnlichsten Sternen überhaupt gehört, die man kennt.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
… oder zum Staubschutz mit Baader Turbo Film bestückt werden. [Astromann]
 

Die Firma Astromann bietet mit der individuellen Anfertigung passgenauer Sonnenfilter einen neuen Service für den Hobbyastronomen: Der Filterhalter besteht aus einem Edelstahlrahmen, der passgenau auf das erforderliche Außenmaß des Teleskops hergestellt wird und innen mit Moosgummi ausgekleidet ist. Dieser Halter wird auf Wunsch mit Baader Astro Solar Sonnenfilterfolie für visuelle Nutzung (ND=5) oder mit Baader Astro Solar Fotofolie (ND=3,8) bestückt. Der Rahmen kann nach Angaben des Herstellers bei Bedarf wieder mit neuer Folie nachgerüstet werden.

Die Astromann Sonnenfilter werden in einer Aluminium-Aufbewahrungsbox geliefert und sind standardmäßig in Größen bis 400mm Durchmesser erhältlich. Die Preise reichen – je nach Größe – von 49€ bis 186€. Filter für Teleskope mit mehr als 400mm Öffnung können auf Anfrage ebenfalls produziert werden.

Weiterhin bietet die Firma Astromann die Bestückung der genannten Edelstahlrahmen mit Baader Turbo Film ohne Belegung an. Damit kann die Optik von Teleskopen bei der Beobachtung vor Staub- und Pollenflug geschützt werden. Auch hier ist die Herstellung von Größen bis 400mm möglich, die Preise reichen von 49€ bis 149€.

Frank Gasparini

 
Wilfried Tost (1952–2014) [Wilhelm-Foerster-Sternwarte/Wilfried Tost]

Man konnte ihn getrost liebevoll als »mondsüchtig« bezeichnen: Es gab wohl kaum jemanden, der soviel über unseren nächsten Nachbarn im Weltall erzählen konnte wie er. Und dabei beschränkte er sich nicht nur auf selenologische Sachverhalte, sondern er war auch eine schier unerschöpfliche Wissensquelle zum Mond in der Kulturgeschichte, in der Kunst oder auch im Film. Jeder, der Wilfried ein wenig kannte, wurde über kurz oder lang von seiner Begeisterung hierfür angesteckt – und achtete irgendwann selbst beim Anblick eines Mondfotos z.B. in der Werbung darauf, ob der betreffende Grafiker den Erdtrabanten wieder einmal gekippt, gespiegelt oder sonst verfälscht hatte.

Seit April 1987 war Wilfried Tost Mitglied des Trägervereins des Planetariums am Insulaner und der Wilhelm-Foerster-Sternwarte. 2006 übernahm er nach Adolf Voigt die Leitung der Arbeitsgemeinschaft »Berliner Mondbeobachter«, in der er u.a. den fotografischen »Berliner Mondatlas« digitalisierte und damit dessen weltweite Nutzung bedeutend vereinfachte. Außerdem organisierte Tost immer wieder Ausstellungen, verfasste Zeitschriftenartikel, hielt öffentliche Vorträge auch außerhalb der Mondgruppe oder half Filmabende vorzubereiten – gerade erst vergangenes Jahr »The Dish« anlässlich des Jahrestages der ersten Mondlandung. Auch im Verein selbst engagierte er sich: Von 1994–2000 setzte er als 2. Vorsitzender der Wilhelm-Foerster-Sternwarte unermüdlich neue Dinge in Bewegung und half, das »Raumschiff« Planetarium und Sternwarte durch teilweise recht schwierige Bereiche des »Weltalls« zu steuern. Als Leiter der AG-Internet versuchte er, auch nicht Netz-affinen Vereinsmitgliedern die Möglichkeiten dieses Mediums zu vermitteln. Wilfried Tost starb am 12. Januar 2014 nach langer, schwerer Krankheit; er wurde nur 61 Jahre alt. Was all denen in Erinnerung bleiben wird, die mit ihm befreundet oder bekannt waren, ist seine Offenheit und Freundlichkeit, sein großes Wissen, sein Humor und seine Begeisterung für alles, was er tat. Er hinterlässt eine große Lücke, die wir nicht werden schließen können.

Monika Staesche

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1401.2719
(Alte) TBL-Seite:
astrofotografie.fg-vds.de/news.php3?SELECT=4
 

Erst waren sie – zusammen mit einer deutschen Universität – »Sternströmen« am Rande von Galaxien auf der Spur, jetzt jagen sie für die russische Akademie der Wissenschaften nach Zwerggalaxien.

Und das mit Erfolg: Mehrere deutsche Amateur-Astrofotografen des anspruchsvollen Projekts »Tief Belichtete Galaxien« (TBL) sind bei der Spiralgalaxie NGC 4631 auf drei Begleiter mit geringer Flächenhelligkeit gestoßen. Zusammen mit einer diffusen »Brücke« dürfte sie zu einem Filament gehören, das Gezeitenkräfte durch die Galaxie NGC 4656 hervorgerufen hat. Teleskope von 100mm bis 1m Öffnung haben sich – zusammen mit modernen CCD-Kameras – als ideales Werkzeug für solche Programme erwiesen.

Daniel Fischer

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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DAS NEUE ABONNEMENT:
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AKTUELLE AUSGABE:
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interstellarum 92 (Februar/März 2014) ist ab dem 24.1. am Kiosk und in unserem Shop erhältlich. Sie lesen dort unter anderem:

• Deep-Sky-Fotos: Jede Belichtungsminute nutzen
• Komet ISON: An der Sonne gescheitert
• Planeten: Jetzt Jupiter beobachten
• Finsternis-Flug: In den Schatten

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck vom neuen Heft und nutzen Sie einfach die Blätterfunktion.

 
 
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Atlas der Großen Kometen:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=85
Inhaltsverzeichnis:
www.oculum.de/oculum/download/atlasdergrossenkometen-inhalt.pdf
 

Die 30 größten Kometen in Wissenschaft, Kunst und Kultur: Kometen haben seit jeher die Menschheit fasziniert, besonders jene Schweifsterne, die unübersehbar wie helle Fackeln am Himmel stehen. Der Bevölkerung galten sie als Unheilverkünder und Todesanzeiger, Zornruten und Bußzeichen. Die Kunst nahm dieses Motiv wiederholt auf und stellte es auf vielfältige Weise dar. Die Wissenschaft schließlich entschleierte Kometen als besonders aktive Kleinkörper des Sonnensystems.

Dieser beeindruckende Bildband zeigt in bisher unerreichter Fülle an historischen Zeichnungen, Grafiken, Flugblättern und Fotografien die 30 größten Kometen der Neuzeit. Die historischen Dokumente verdichten die Empfindungen der Menschen, die Irrungen und Wirrungen von Aberglauben und Wissenschaft, über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren. Das in aufwändiger Recherche ermittelte Bildmaterial wird von informativen Texten begleitet. Zu jedem Schweifstern wird ausführlich über Bahn und Sichtbarkeit, Entdeckung und Beobachtungen sowie die Aufnahme in der Öffentlichkeit und den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn berichtet. Insgesamt entsteht ein vollständiges Bild dieser spektakulären Himmelsschauspiele.

Atlas der Großen Kometen – Die 30 größten Kometen in Wissenschaft, Kunst und Kultur

Ronald Stoyan

224 Seiten, Hardcover, 32,5cm × 25cm, durchgehend farbig

ISBN 978-3-938469-70-5

Erscheinungstermin: 20. November 2013

49,90 Euro

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.

 
 
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Die Objekte der Saison (OdS) in interstellarum laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Beobachtungen an diesem größten Beobachtungsprojekt in deutscher Sprache zu beteiligen! Seit Heft 86 stellen wir je ein Objekt für Einsteiger, für Stadtbeobachter und für Landbeobachter vor.

Viele Objekte der Saison der letzten Hefte können noch gut am Abendhimmel beobachtet werden. Besonders der Planetarische Nebel NGC 6826 (Cygnus), die Galaxie NGC 925 (Triangulum) und NGC 1300 (Eridanus) verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Fotos und Zeichnungen bzw. wörtliche Beschreibungen – ganz gleich ob Experten-Ergebnisse oder Anfänger-Resultate – können direkt auf den interstellarum-Server geladen werden. Auch Beobachtungen mit bloßem Auge oder Ferngläsern sind willkommen! Alle eingehenden Ergebnisse werden in der Online-Präsentation auf interstellarum.de gezeigt. Eine Auswahl schafft es zusätzlich in das April-Heft des kommenden Jahres. Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!