<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 194 Beginn = "9.8.2013" Ende = "30.8.2013" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
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AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
 
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Vorhersage (PDF, auf S. 11):
imo.net/files/data/calendar/cal2013.pdf
Automatisches ZHR-Profil:
imo.net/live/perseids2013
Perseiden-Physik:
astrobob.areavoices.com/2013/08/07/fireball-in-a-paperclip-why-perseids-pack-a-punch
 
 
TIPP DER REDAKTION
Meteore – Eine Einführung für Hobby-Astronomen
von Jürgen Rendtel und Rainer Arlt
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=62
 
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Die Wanderung des Radianten der Perseiden 2013: Zur Zeit des Maximums 12./13. August werden die Meteore aus der Nähe des »Kopfes« der Perseus-Figur zu kommen scheinen. [International Meteor Organization]

Dieses Jahr passt eigentlich alles: Der Mond ist noch jung und ist in der zweiten Nachthälfte untergegangen, wenn der Radiant der Perseiden-Meteore höher steigt, und das vorhergesagte Maximum der Aktivität fällt in die europäische Nacht vom 12. zum 13. August. Allerdings trifft die Erde die größte Anhäufung der einst vom Kometen 109P/Swift-Tuttle zurückgelassenen Staubteilchen nicht jedes Jahr an exakt derselben Stelle im Raum, weshalb die Vorhersage etwas ungenau bleibt: Zwischen 15:00 MESZ am 12. und 4:00 MESZ am 13. August kann mit dem Maximum gerechnet werden, am wahrscheinlichsten zwischen 20:15 und 22:45 MESZ am Abend des 12. August. Dann stünde der Radiant allerdings noch sehr tief, und die Zahl der tatsächlich am Himmel aufleuchtenden Meteore wäre stark reduziert. Doch das Perseiden-Maximum ist nicht besonders scharf, so dass sich Beobachtungen in der ganzen Nacht lohnen sowie auch den Nächten davor und danach: Bereits am 7. August hatte die Zenitstundenrate 20 überschritten, 1/5 des erwarteten Maximalwertes dieser universellen Maßeinheit für die Meteorzahlen.

Was ein einzelner Beobachter tatsächlich am Himmel sieht, hängt einerseits von der Höhe des Radianten über dem Horizont ab (je zenitnäher, desto weniger Verluste) und andererseits von der Himmelsqualität, namentlich der Grenzgröße: Meist kann tatsächlich nur die Hälfte oder weniger der Zenitrate wahrgenommen werden. Gleichwohl hatten allein bis zum 7. August schon einige emsige Einzelbeobachter über 100 Perseiden gesehen, bei Gesamtbeobachtungszeiten von 10 bis 30 Stunden. Einige Diskussion löste im Vorfeld der Perseiden 2013 eine Statistik von All-Sky-Kameras im Süden der USA aus, die seit 2008 deutlich mehr helle Meteore von den Perseiden (568) als von den Geminiden (426) oder Orioniden (319) und erst recht allen anderen Meteorströmen registriert hatten: Diesen Eindruck teilte kaum ein Veteran der Meteorbeobachtung, die durchweg die Geminiden für reicher an Feuerkugeln erachteten. Vermutlich hat die längere Dauer des Perseiden-Maximums zu einer Verzerrung der Statistik geführt: Die Geminiden »produzieren« mehr helle Meteore pro Zeiteinheit, aber die Perseiden sind länger aktiv. Und ihre Feuerkugeln kometaren Materials sind wegen ihres häufigen Nachleuchtens auch attraktiver als die von einem Kleinplaneten stammenden Geminiden.

Daniel Fischer

 
Bahn von (7) Iris im August/September 2013. [F. Gasparini, interstellarum]

Neben den großen Kleinplaneten bzw. Zwergplaneten gibt es einige Kleinplaneten, die in ihrer Oppositionshelligkeit auch mit kleineren Instrumenten beobachtet werden können. Dazu gehört (7) Iris.

Iris wurde 1847 von John Russel Hind in London entdeckt. Der etwa 210km große Kleinplanet steht am 16.8. in seiner Oppositionsstellung im Sternbild Wassermann und ist dabei 1,180AE von der Erde entfernt. Seine Helligkeit beträgt dabei 7,m9 und er befindet sich nur 48' nördlich des Sternes Sadalsuud (β Aqr, 2,m9). Iris kulminiert Mitte August um 1:06 MESZ in einer Höhe von ca. 35°.

André Knöfel

 
Bahn des Neptun im August und September. [F. Gasparini, interstellarum]

Der viertgrößte und äußerste Planet unseres Sonnensystems, Neptun, gelangt am 27.8. in Oppositionsstellung im Sternbild Wassermann. Häufig wird er neben seinem Nachbarplaneten Uranus auch als Eisriese bezeichnet, weil er einen hohen Anteil an Methan, Stickstoff und Wasser und einen großen Kern aus diesen gefrorenen Gasen besitzt.

Der bereits von Galileo Galilei 1612 beobachtete, aber nicht als Planet erkannte Neptun hat dabei eine Helligkeit von 7,m8. Zu diesem Zeitpunkt ist er rund 29AE von der Erde entfernt. Im Teleskop erscheint der Planet als kleines bläuliches Scheibchen mit einem Durchmesser von nur 2,36". Zur Opposition kulminiert Neptun um 1:14 MESZ in etwa 30° über dem Horizont.

André Knöfel

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
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Über einen Zeitraum von sechs Jahren nahm die Windgeschwindigkeit aus bisher unbekanntem Grund kontinuierlich zu. [Khatuntsev et al., Hintergrundbild ESA]

Seit 2006 umkreist die europäische Raumsonde Venus Express nun den inneren Nachbarplaneten der Erde. Auch mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Erdklimas, sind die Erlangung von Rückschlüssen und Erkenntnissen über das dynamische Atmosphärenverhalten der Venus, zwei der wesentlichen Missionspunkte in der Agenda der beteiligten Forschungsinstitute. Zudem stehen Fragen zu den Prozessen im komplexen Wolkensystem der Venus, der Rolle des Treibhauseffekts bei der Klimabildung, den Ursachen für die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre, dem Vorhandensein von Wasser und vermuteten seismischen und vulkanischen Aktivitäten im Mittelpunkt des Interesses.

Vor diesem Hintergrund werden auch seit April 2006 Windmessungen vorgenommen, deren Intensität sich über die vergangenen sechs Jahre hinweg kontinuierlich verstärkt hat. Konnten bei Ankunft des Venus Express noch mittlere Windgeschwindigkeiten von 300km/h dedektiert werden, bläst der Sturm heute in einem Gebiet von 50° Breite beiderseits des Äquators in 70km über Grund mit über 400km/h. Da vor dem Hintergrund der geringen Rotationsneigung zur Bahnebene (2,6°) jahreszeitliche Effekte als Ursache des Anstiegs nahezu ausgeschlossen werden können, ist sein Auslöser gegenwärtig völlig unverstanden. Dabei fußen die Erkenntnisse auf einer soliden Basis. Zur Auswertung wurden Aufnahmen aus 2300 Umläufen von Venus Express herangezogen, dem Äquivalent von zehn Sonnenumläufen der Venus. Über 430000 Wolkenstrukturen flossen in die Analysen ein.

Das Ergebnis zeigt das besondere Verhalten der Atmosphärenmassen deutlich auf: Die Venusatmosphäre rotiert nicht als starre Schale um den Planeten. Am Äquator sind fünf Tage, in mittleren Breiten drei Tage für einen Umlauf zu kalkulieren. Die gesamte obere Atmosphäre benötigt im Mittel rund vier Tage, um den Planeten einmal zu umrunden, der selbst 243 Tage für eine Umdrehung benötigt. In tieferen Breiten jenseits der 50°-Marke beruhigen sich die Windgeschwindigkeiten auf ein konstantes Maß, können allerdings in den auch auf Venus vorhandenen Jetstreams um bis zu 110km/h variieren. Sowohl in der Dynamik, als auch in Bezug auf das längerfristige Verhalten der Atmosphäre, ist also noch so manche Herausforderung zu bewältigen.

Lars-C. Depka

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1307.7707
 
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So fügt sich M60-UCD1 zwischen den Sternhaufen und Galaxien ein: Waagerecht ist die Leuchtkraft im Visuellen in Einheiten der Sonne, senkrecht die Flächenleuchtdichte in Sonnenleuchtkräften pro Quadratparsec aufgetragen. GC sind Kugelsternhaufen, UCD ultrakompakte Zwerggalaxien, xE verschiedene Arten elliptischer Galaxien: Der neue Fund fällt aus dem Rahmen und stellt sowohl die hellste wie dichteste UCD-Galaxie dar; der Pfeil zeigt einen möglichen Evolutionsweg durch Gezeitenstripping einer elliptischen Galaxie. [Strader et al.]

Sie heißen »ultrakompakte Zwerge« (Ultra-Compact Dwarf, UCD), liegen größen- wie massenmäßig zwischen den Kugelsternhaufen und kleinen elliptischen Galaxien, und seit ihrer Entdeckung Ende des letzten Jahrhunderts wird darüber gerätselt, ob es denn nun Sternhaufen oder eigenständige Sternsysteme von Galaxienrang sind. Inzwischen neigt man zu dem Kompromiss, UCDs mit weniger als einer Million Sonnenmassen als Sternhaufen und solche mit über 100 Mio. Sonnenmassen als echte Galaxien anzusehen. Oder auch als deren Überreste, d.h. früher viel größeren Galaxien, die Gezeitenkräfte noch größerer Nachbarn des Großteils ihrer Sterne beraubten: Gezeiten-»Stripping« wird dieser Vorgang genannt. Als ungewöhnliches Exemplar der größeren Kategorie hat sich nun M60-UCD1 in der Nähe der Virgohaufen-Galaxie Messier 60 entpuppt, eine Entdeckung mit dem Hubble Space Telescope: Sie hat mehr Masse als irgendeine UCD vergleichbaren Durchmessers und ist damit die dichteste bekannte Galaxie des lokalen Universums.

M60-UCD1 bringt es auf 200 Mio. Sonnenmassen und ist mit einer absoluten visuellen Helligkeit von –14,M2 auch die leuchtkräftigste UCD, aber ihr Durchmesser beträgt nur etwa 150 Lichtjahre: Damit ist sie um etwa einen Faktor 3 dichter als Messier 32. Ihr noch stärker kondensierter Innenbereich kann es sogar mit den dichtesten Sternhaufen aufnehmen. Allerdings sind bei anderen Suchprogrammen bereits einige ähnlich gelagerte, wenn auch nicht so extreme Fälle aufgespürt worden: Ein völliger Außenseiter ist M60-UCD1 nicht. Entstanden ist diese Galaxie wahrscheinlich durch das Gezeitenstripping einer normalen Galaxie mit einst 100-mal höherer Leuchtkraft und 50- bis 200-mal größerer Masse, denn sie ähnelt heute den Kernbereichen der Virgogalaxien NGC 4379 und NGC 4387 und könnte vor ihrer »Misshandlung« durch Messier 60 ähnlich ausgesehen haben. Interessanterweise gibt es im Zentrum von M60-UCD1 eine markante Röntgenquelle: Dies könnte ein Aktiver Galaktischer Kern sein, der das Unglück überstanden hat.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1308.0216
 

Sie haben Bahnneigungen von mehr als 140°, d.h. laufen um weniger als 40° gegen die Ekliptik geneigt aber »falsch herum« um die Sonne – und ihre Umlaufszeiten stehen in ganzzahligen Verhältnissen zu den Bahnperioden von Jupiter und Saturn: Die ersten drei Kleinplaneten des Sonnensystems in »retrograden Resonanzen« mit den Riesenplaneten – zwei mit Jupiter, 2:5 und 1:2, und einer mit dem Saturn, 2:3 – sind entdeckt worden.

Diese Kleinplaneten, alles Angehörige der Centauren und Damocloiden weit außerhalb des Kleinplanetengürtels, sind vermutlich (inaktive) Kometenkerne, die aus der Oortschen Wolke gekommen sind und sich dann in den Gravitationsfeldern der Riesenplaneten verfangen haben. Zwei weitere werden in den nächsten 20000 Jahren ebenfalls vom Saturn gefangen – aber lange halten diese Konfigurationen alle nicht.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1307.7918
Das Tscheljabinsk-Ereignis:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/80/2/182.bo0om.asp#1
 

Nach einer spanischen Analyse sowohl der rekonstruierten Bahn des am 15. Februar folgenreich über Russland explodierten Miniasteroiden wie der Umlaufbahnen bekannter Kleinplaneten deutet sich eine Verwandtschaft mit 2011 EO40, 2007 BD7 und weiteren kleineren Himmelskörpern an: Es könnte sich um dabei eine »Familie« handeln, d.h. alle wären vor einigen 10000 Jahren von 2011 EO40 abgesplittert.

Eindeutig ist dieser Schluss aber nicht, und spektrale Vergleiche der Kleinplaneten und der russischen Meteoriten stehen auch noch aus. Ob eine Bestätigung der Tscheljabinsk-Familie ein erhöhtes Impaktrisiko für die Erde bedeuten würde, dazu nehmen die Autoren gegenüber interstellarum »eine neutrale Position« ein: Die Schwerkraft mehrerer Planeten und sogar von Ceres hätte die Bahnen der 5m bis 200m großen Bruchstücke rasch deutlich verändert – und zwar jede auf eine andere Weise.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Astrotech-Verstelleinheit:
astrotech.de/produkte/einstellen-befestigen-fassen
 
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Der Verstellbereich über beide Achsen beträgt jeweils ±7°. [APM Telescopes]
 

Astrofotografen kennen das Problem: Bei der Fotografie interessanter Himmelsobjekte wird für das Autoguiding ein geeigneter Leitstern benötigt – egal ob mit Off-Axis-Guider gearbeitet wird oder mit einer zweiten Optik parallel zum Hauptgerät – und der ist nicht immer einfach zu finden. Zu diesem Zweck hat die Firma Astrotech.de eine Verstelleinheit für Leitrohre und schwere Kameras entwickelt. Die Verstelleinheit kann mit einer ebenen Basis am bzw. neben dem Hauptinstrument über vier 4mm-Befestigungslöcher (Bohrbild 40mm × 160mm) oder zwei 6mm-Löcher (160mm Abstand) verschraubt werden.

Das zu montierende Instrument – egal ob Leitrohr oder Aufnahmeinstrument – wird über eine Prismenklemmung mit Klemmschuh montiert. Die Feineinstellung in Deklination und Rektaszension geschieht jeweils über eine Gewindespindel im Bereich von ±7° und wird durch eine Klemmung gesichert. Somit können Optiken entweder parallel zum Hauptinstrument ausgerichtet werden oder auch ein Leitstern optimal im Leitrohr platziert werden. Der Hersteller gibt die Tragfähigkeit der ca. 800g schweren und 180mm × 120mm × 95mm großen Verstelleinheit mit 7kg an. Sie ist beim Hersteller oder im Fachhandel für 199€ erhältlich.

Frank Gasparini

 
 
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Workshop-Bericht & -Videolinks:
www.isoncampaign.org/potw-aug5
Koma-Kampagne (PDF):
www.isoncampaign.org/files/docs/ISON_morphology_campaign_final.pdf
Entwicklung von Komet ISON:
www.isoncampaign.org/not_worried_about_isons_brightness
 

Kein Lippenbekenntnis sondern ein ernstes Anliegen: Auf dem großen Vorbereitungs-Workshop für die internationalen Beobachtungen des Kometen ISON Anfang August in den USA wurde immer wieder explizit um die Mitarbeit von Amateurastronomen gebeten und gar betont, dass ohne sie manches gar nicht ginge. Obwohl in den kommenden Monaten eine Vielfalt von professionellen Instrumenten ohne Beispiel – von Großsternwarten auf der Erde über Ballon-, Flugzeug- und Raketenteleskope bis hin zu zahlreichen Satelliten nicht nur im Erdorbit – eingesetzt werden soll, bleiben doch Lücken: Wegen des oft nur geringen Sonnenabstands von Komet ISON sind die Beobachtungsfenster für einzelne Orte jeweils kurz, und Teleskopzeit wird auch nicht nur für den Kometen vergeben.

Vor allem in drei Bereichen wird auf die Zuarbeit von Amateuren gehofft: bei der Beobachtung des Staub- und des Plasmaschweifs und bei der Überwachung von Strukturen in der kernnahen Koma. Schon gute Bilder mit digitalen Spiegelreflexkameras ohne spezielle Filter könnten – eine gute Entwicklung des Kometen vorausgesetzt – wichtigs Details von Striae, also Strahlen im Staubschweif durch zerbrechende Staubteilchen, wie von Verformungen des Plasmaschweifs im Sonnenwind festhalten.

Wesentlich mehr technischen Aufwand erfordern dagegen Aufnahmen mit Details in der Kometenkoma, egal ob im Kontinuum (hervorgerufen durch Staubjets aus dem Kern) oder in speziellen Spektrallinien einzelner Kometengase. Wichtig ist vor allem die Verteilung der Fotografen rund um den Globus: In den beiden Haupt-Zeitfenstern Mitte Oktober bis Anfang November und Mitte Dezember bis Mitte Januar steht ISON für jeden Standort nur kurz an dunklem Himmel. Eine dichte Zeitfolge der Koma-Bilder insgesamt ist aber wesentlich für die eindeutige Identifikation von Strukturen, wie es z.B. bei Hartley 2 gelungen ist. Jeder, der brauchbare Bilder beisteuern kann, wird Co-Autor der resultierenden Veröffentlichungen!

Zunächst aber gilt es, den seit Mitte Juni hinter der Sonne entschwundenen Kometen wieder aufzufinden: Die ersten – vergeblichen – Versuche hat es bereits gegeben, aber in der zweiten Augusthälfte sollte es gelingen, den dann ca. 13m hellen Kometen ISON in der Morgendämmerung zu orten. Zu dieser Zeit müsste auch sein gefrorenes Wassereis endlich die Aktivität zu treiben beginnen: Bald wird sich dann abschätzen lassen, was von dem ersten bekannten Kometen aus der Oortschen Wolke, der dicht an der Sonne vorbeischießen wird, noch zu erwarten ist.

Daniel Fischer

 
 
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NAA-Starparty:
www.naa.net/starparty/index.asp
 

Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: Die Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) veranstaltet am 10.8. ab 20:00 Uhr ihre diesjährige NAA-Starparty.

Die Veranstaltung findet traditionell am Segelflugplatz Lillinghof statt und wird bei jedem Wetter durchgeführt. Bei klarem Wetter – worauf alle hoffen – werden Beobachtungen mit Teleskopen und Ferngläsern angeboten. Sollte das Wetter kein Einsehen mit den Wünschen der Sternfreunde haben, sorgt ein Rahmenprogramm mit Informationen zu Teleskopen, Einsteigertipps, Fachvorträgen und Fachliteratur sowie ein Kinderprogramm für Beschäftigung.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung

Manfred Holl

 

 
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Zur Abstimmung:
www.interstellarum.de/fotowettbewerb-asa-voting.asp
 

Der große Astro-Fotowettbewerb von Astrosysteme Austria und interstellarum geht in die letzte Runde: Noch bis einschließlich 17.8. können Sie an der Wahl teilnehmen und einen unserer Preise gewinnen.

Die jeweils 10 Finalisten in den Kategorien Einsteiger und Experten wurden von der Jury ausgewählt. Sie können in jeder Kategorie genau 1 Bild auswählen. Die Abstimmung ist nur per Online-Voting möglich.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung verlost interstellarum je ein Exemplar des interstellarum Deep-Sky-Atlas (Premiumversion), interstellarum Deep-Sky-Atlas (normale Version) und die Software Eye & Telescope 3.0. Alle Informationen finden Sie unter dem Link am Ende des Artikels

Sollten Sie keine Bestätigungsmail erhalten haben, möchten wir Sie bitten die Wahl noch einmal durchzuführen. Sie dürfen die Abstimmung wiederholen und somit den Mailversand erneut auslösen, bis Sie auf den Bestätigungslink in einer solchen Mail geklickt haben. Nur durch diesen Klick wird Ihre Stimme gezählt!

Tipps:
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• prüfen Sie die Schreibweise Ihrer Emailadresse
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• bei einigen Emailprovidern wie Yahoo mussten die Nutzer in letzter Zeit ihr Mailkonto nach System­änderungen bestätigen

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Die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie, wenn Sie dem Link folgen. Bitte lesen Sie diese sorgfältig.

 
 
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