<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 189 Beginn = "31.5.2013" Ende = "14.6.2013" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
Größere Version
Die phasengerecht gefaltete Lichtkurve des Klein­planeten 1998 QE2 nach Messungen vom 2. bis 10. Mai – die Helligkeit schwankt mithin um 0,m2 mit einer Periode von 5,3 Stunden. Die Radarmessungen zeigen jedoch, dass der Asteroidenkörper in weniger als 4 Stunden rotiert: ein interessanter Widerspruch. [Minor Planet Mailing List]

Heute (Freitag, 31.5.) Abend nähert sich der Kleinplanet 1998 QE2 der Erde bis auf 5,8 Mio. km, um bald darauf 11. Größe am Himmel zu erreichen, während sich die Sichtbedingungen zukünftig weiter verbessern. Die Grenze von 12m hat QE2 bereits in der Nacht vom 28./29. Mai überschritten, aber erst am 31.5. erreicht er erstmals 20° Höhe am – dunklen und mondlosen – Himmel, nun schon 11,m4 hell. Die größte Helligkeit von 11,m1 tritt erst am 2. Juni ein, wenn der Kleinplanet gegen Mitternacht bis zu 30° hoch im Sternbild Waage steht: Diese leichte Verzögerung der Maximalhelligkeit gegen die Erdnähe am 31. Mai ist durch die danach noch etwas »voller« werdende Phase des ohnehin nahezu in Opposition zur Sonne stehenden Kleinplaneten zu erklären. Auch an den folgenden Tagen geht die Helligkeit nur langsam zurück. Erst am 6. Juni fällt sie wieder unter 12m, während 1998 QE2 bereits in 45° Höhe kulminiert.

Im Gegensatz zu wirklich nahen und »hektischen« Besuchen eines erdnahen Kleinkörpers, bei dem sich die Sichtgeometrie und Helligkeit stündlich oder noch schneller verändern, ist diese kosmische Begegnung eine recht gemütliche Angelegenheit. Die Stellung des Kleinplaneten am Himmel – die Sonnenelongation steigt von heute 155° auf 161° am 4. Juli und geht nur langsam wieder zurück – sowie der stetige Nordkurs der Bahn am Himmel könnten kaum besser sein. Nicht nur unter Amateurastronomen, die 1998 QE2 bereits seit Wochen mit südlichen Teleskopen begleiten, ist das Interesse an diesem besonderen Gast groß. Insbesondere ist eine ungewöhnlich große Radarkampagne des Jet Propulsion Laboratory während der Erdnähe und in der Woche danach geplant, bei der die 70m-Schüssel im kalifornischen Goldstone ebenso wie später das 300m-Radioteleskop auf Puerto Rico zum Einsatz kommen werden. Erhofft werden faszinierende Bilder mit kleiner als vier Metern Auflösung, d.h. rund 700 Pixeln quer über den gesamten Himmelskörper.

Schon den ersten noch undeutlichen Bildern vom 30. Mai wurde problemlos ein rund 600 Meter großer Mond des Asteroiden gefunden, d.h. mit einem Viertel von dessen Durchmesser.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Wie PANSTARRS zu seiner Form kommt:
www.universetoday.com/102299/what-do-comet-panstarrs-and-pinocchio-have-in-common
Der »Stachel«:
martinmobberley.co.uk/images/2011l4_20130527_mpm.jpg
 
 
TIPP DER REDAKTION
Astro-Praxis: Kometen – Eine Einführung für Hobby-Astronomen
von Burkhard Leitner und Uwe Pilz
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=73
 
 
JETZT MITMACHEN
Bilder einsenden:
www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp
 
Größere Version

Auch fast ein Vierteljahr nach seinem Perihel ist der Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) weiter für Überraschungen gut: Die Geometrie im Sonnensystem brachte es mit sich, dass sein Staubschweif von der Erde aus den Mai hindurch unter einem immer flacheren Winkel erschien und schließlich einen 180° breiten Fächer aufspannte. Doch die Flächenhelligkeit dieses Staubfächers war keineswegs konstant: In eine bestimmte Richtung wurde er von einem scharf begrenzten Strahl überlagert, der im Laufe der Wochen immer auffälliger wurde und auch visuell im Teleskop gut zu sehen war. Dabei handelte es sich nach Modellrechnungen von Uwe Pilz um eine Syndyne, d.h. Staubteilchen einer bestimmten Größe (ca. 10µm), die der Komet bevorzugt freisetzt. Diese Teilchen reagieren auf den Strahlungsdruck der Sonne geringer als kleinere aber stärker als noch größere und verteilten sich innerhalb des Schweiffächers auf einer bestimmten klar definierten Kurvenform.

Da nun aber der Blick von der Erde, die sich beständig der Bahnebene des Kometen näherte, immer schräger auf Schweif und Syndyne fiel, verwandelte sich der Anblick mehr und mehr in einen etliche Grad langen »Stachel« auf einer Seite des Kometenkopfes, während nur wenig des Fächers auf der anderen Seite überstand. Dabei zeigte der Stachel – von manchen Auswertern auch als »orbital spike« oder »neckline« tituliert – in die scheinbar »falsche« Richtung: PANSTARRS wurde in den Tagen um den Durchtritt der Erde durch seine Bahnebene – am 27. Mai – völlig von einem dramatischen Gegenschweif dominiert und dieser erschien zudem fast strichförmig und fotografisch bis zu 14° lang. Ob man die Struktur allerdings als klassischen Gegenschweif ansprechen kann, ist etwas umstritten, da bei diesen oft Staubteilchen von Millimeter-Größe dominieren, die in der Kometenbahn zurückgeblieben sind und den Strahlungsdruck der Sonne weitgehend ignorieren. Auch lange nach seinem kurzen und in der Dämmerung unauffälligen Glanz hat sich der inzwischen Richtung Polarstern vorgerückte Komet doch noch in die Lehrbücher befördert.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1305.4617
 
So sehen die VIMS-Messungen einer Mira­be­deckung durch die innere Kante der Encke-Teilung aus: Die Wellenlänge läuft von links nach rechts, die Zeit von hinten nach vorn. Die Informationen über die Größe des Sterns bei verschiedenen Wellenlängen stecken in der genauen Form der »Klippe«, die mit Modellrechnungen verglichen wird. [Steward et al.]

Die Winkelauflösung eines Teleskops wird hauptsächlich durch seinen Durchmesser – und auf dem Erdboden natürlich auch die Luftunruhe – bestimmt: Gegen diese harte physikalische Grenze kämpft die optische Astronomie schon seit einem Jahrhundert an. Eine instrumentell äußerst aufwendige Lösung ist Interferometrie, bei der das Licht mehrerer voneinander entfernter Teleskope wellengenau zusammengeführt wird: Damit lassen sich Details oder wenigstens Dimensionen von Himmelskörpern weit unter der Auflösungsgrenze eines Einzelteleskops nachweisen.

Viel einfacher ist eine andere Methode, die auch schon seit vielen Jahrzehnten Verwendung findet. Wenn der Erdmond, dessen Rand aus Erdsicht eine extrem harte Kante darstellt, vor einem fernen Himmelsobjekt herzieht, wird dessen Licht aufgrund seiner Wellennatur in einer charakteristischen Weise gebeugt. Einer Lichtkurve von Ein- oder Austritt mit hoher Zeitauflösung kann dann allerlei räumliche Information über die Helligkeitsverteilung der Quelle in der Dimension entlang der Mondbahn entlockt werden.

Leider bedeckt der Mond trotz seiner Bahnneigung zur Ekliptik nur Himmelskörper in einem schmalen Streifen am Himmel, und die Szintillation der Erdatmosphäre beeinträchtigt die Qualität der Lichtkurven. Ganz anders ist das für den Saturnorbiter Cassini, der im Rahmen seiner Erforschung der Saturnringe immer wieder Lichtkurven von Sternen aufzeichnet, die hinter ihnen verschwinden. Die enorme radiale Feinstruktur der Ringe lässt sich so abtasten – aber umgekehrt lassen sich besonders harte Kanten innerhalb des Ringsystems für die Untersuchung der verwendeten Sterne nutzen! Dies ist nun erstmals anhand dreier Bedeckungen des großen Veränderlichen Sterns Mira durch den Rand der Encke-Teilung demonstriert worden, wo die Ringdichte innerhalb weniger Dutzend Meter fast auf Null zurückgeht. Die Lichtkurven aus der Cassini-Fotometrie mit dem VIMS-Instrument (Visual and Infrared Mapping Spectrometer) sind mindestens so gut wie die besten irdischen bei Verwendung des Mondes, und bekannte Erkenntnisse über Miras Durchmesser bei verschiedenen Wellenlängen werden reproduziert. Ein ganz neues Tätigkeitsfeld für Cassini tut sich damit auf, warten doch schon Lichtkurven von über hundert weiteren Sternbedeckungen im Archiv.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1305.4180
 
Größere Version
Transits des Planeten von KIC 8435766 (große Einbrüche der Gesamthelligkeit) und wie er hinter seiner Sonne verschwindet (unten vergrößert). Die kleine Grafik zeigt die geometrischen Verhältnisse; die gestrichelte Linie ist seine Umlaufbahn. [Sanchis-Ojeda et al.]

Die Entdeckung eines Exoplaneten mit einem Durchmesser von ungefähr dem der Erde ist heute keine Sensation mehr. In den Sternlichtkurven des – derzeit lahmgelegten – Fotometriesatelliten Kepler sind schon einige Transits derartiger Planeten aufgespürt worden. Eine »zweite Erde«, die diesen Titel wirklich verdienen würde – ähnlicher Durchmesser und ähnliche Umlaufszeit bei einem sonnenähnlichen Stern – war bisher noch nicht darunter, dafür aber erdgroße Welten in einer Vielzahl unterschiedlicher Situationen in ihren Planetensystemen. Ein besonders krasses Beispiel ist nun publik geworden: Der Planet des späten G-Sterns KIC 8435766 hat 1,1 ± 0,2 Erddurchmesser – bei einer Umlaufsperiode von nur 8,5 Stunden! Mit 11,m5 ist der Stern für Kepler-Verhältnisse angenehm hell, was die Messung einer präzisen Lichtkurve ermöglicht: Nicht nur ist klar zu erkennen, wie der Planet vor seiner Sonne herzieht, sondern auch der leichte Abfall der Gesamthelligkeit des Systems, wenn der Planet hinter ihr verschwindet.

Der Planet trägt also zur Gesamtstrahlung spürbar bei: Sein Licht wird als Mischung aus Reflektiertem des Sterns und eigener Emission interpretiert, denn seine Tagseite sollte in dem winzigen Sternabstand eine Temperatur von 2300K bis 3100K (ca. 2000°C – 2800°C) erreichen! Gleichzeitig im Transit und als eigene Lichtquelle gesehen zu werden, ist bei derart kleinen Planeten eine Rarität: Bisher war dies überhaupt nur bei Kepler-10b gelungen, aber dieser Planet ist größer, das Signal jedoch verrauschter. Noch lässt sich nicht abschätzen, ob die Bedeckungen von KIC 8435766b durch den Stern auch mit Teleskopen vom Erdboden aus zu sehen sein könnten. Dann ließen sich verschiedene Filter einsetzen und aus Spektren direkte Erkenntnisse über seine Oberfläche oder Atmosphäre gewinnen – allein die Hoffnung darauf würde nach Ansicht seiner Entdecker »eine große Investition an Teleskopzeit« rechtfertigen. Und sie haben – mit einer neuen Analysetechnik der Kepler-Lichtkurven – bereits eine Reihe weiterer Kandidaten für extrem sternnahe Miniplaneten gefunden, mit Perioden bis zu rekordverdächtigen 4 Stunden.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1304.6080
 

Die vor ein paar Jahren entdeckte Zwerggalaxie Segue 2 hat nur 900 Sonnenleuchtkräfte und, wie neue Messungen der Relativgeschwindigkeiten ihrer Sterne mit einem Keck-Teleskop zeigen, eine so geringe Geschwindigkeitsdispersion, dass sie sich überhaupt nicht sicher bestimmen lässt. Das bedeutet, dass die Masse dieser Galaxie unter etwa 200000 Sonnenmassen liegen muss, ein absoluter Minus-Rekord (wobei in Sachen Leuchtkraft allerdings Segue 1 noch dreimal dunkler ist).

Doch als einen Kugelsternhaufen abtun kann man das blasse Objekt nicht, weil die Unterschiede der Metallizitäten – der Anteile schwerer Elemente – unter seinen wenigen Sternen viel zu groß ist und klar auf Supernovae in ihrer Entwicklungsgeschichte hinweist. Ob Segue 2 durch Gezeiteneffekte den Großteil ihrer ursprünglichen Sterne einbüßte oder so klein geboren wurde, lässt sich noch nicht sagen.

Daniel Fischer

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1305.3652
Subaru-Pressemitteilung:
www.naoj.org/Pressrelease/2013/05/17/index.html
 

Der inzwischen ausgefallene europäische Fotometriesatellit CoRoT hat mit dem Stern CoRoT ID 102684698 alias »CoRoT Sol 1« einen Quasi-Zwilling der Sonne aufgespürt, der sich als besonders nützlich erweist. Zwar sind zwei Dutzend Sterne bekannt, deren wesentliche Eigenschaften praktisch denen der Sonne entsprechen, aber nur bei einem (18 Sco) konnte man bislang seine Rotationsperiode bestimmen, und er ist jünger als die Sonne.

Bei CoRoT Sol 1, der mit 6,7 Mrd. Jahren älter als die Sonne ist, gelang dies aber auch: Seine Rotationszeit mit 29 ± 5 Tagen liegt – dem Alter gemäß – etwas über den 25 Tagen unserer Sonne heute. Auch sein Spektrum ist sehr sonnenähnlich, inklusive einer Armut an Lithium, die bisher als Anomalie der Sonne galt. Allerdings enthält er mehr nichtflüchtige chemische Elemente als sie, was auch bei anderen Sonnenzwillingen der Fall ist: So gesehen fällt die Sonne doch wieder aus dem Rahmen.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Pressemitteilung von Meade Europe:
www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=150944&whichpage=1#
 

Laut schriftlicher Mitteilung vom 17.5.2013 durch die Meade Instruments Europe GmbH hat die Firma JINGHUA Optics & Electronics Co. Ltd. (JOC), Hauptgesellschafter von Meade Instruments Europe, sämtliche Anteile der Meade Instruments Corp., USA erworben. JOC ist ein asiatischer Hersteller optischer und elektronischer Artikel, dessen Produktportfolio ein umfangreiches Sortiment an Präzisionsoptiken für Teleskope, Ferngläser, Spektive, Mikroskope, Linsenmodule für Digitalkameras, Mobiltelefone und Smartphones sowie digitale Nachtsichtgeräte, Laser-Entfernungsmesser und optische Einheiten für Mikroprojektoren umfasst. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die Meade Instruments Europe GmbH & Co. KG als ehemalige Tochtergesellschaft der Meade Instruments Corp., USA diese Akquisition finanziell unterstützen wird. Operativ involviert wird auch die US-amerikanische Firma Explore Scientific LLC, die im Jahr 2008 vom ehemaligen Meade-Mitarbeiter Scott Roberts gegründet wurde. Es ist zu erwarten, dass nach positiver Zustimmung der Aktionäre die endgültige Übernahme bis Ende Juli 2013 erfolgen wird.

Gegenüber interstellarum äußerte sich die Meade Instruments Europe GmbH hoch erfreut über diese Entwicklung. Damit sei sichergestellt, dass das Know-how und die technische Kompetenz der ehemaligen Muttergesellschaft erhalten bleiben und weiter entwickelt werden können. Planungsunsicherheiten aufgrund finanziell enger Spielräume gehörten damit der Vergangenheit an. Durch die aktuelle Entwicklung würden Synergien freigesetzt, die den Marken MEADE und CORONADO Stabilität und eine vielversprechende sowie langfristige Perspektive auf dem Weltmarkt böten und damit auch dem Kunden hohe Qualitätsstandards und einen exzellenten Kundenservice sicherten.

Frank Gasparini

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Hofheim-Pressemitteilung:
www.hofheiminstruments.com/aktuell.html
 
Größere Version
Der neue 16"-Dobson von Hofheim Instruments wiegt aufgebaut 24kg, mit den Transportboxen sind es 37,9kg.

Wie zuvor bereits angekündigt, hatten die Sternfreunde nun auf der ATT am vergangenen Wochenende die Gelegenheit den neuen 16"-Dobson von Hofheim Instruments in Augenschein zu nehmen. Rein äußerlich kommt der »Neue« im bekannten »Hofheim-Finish« daher und reiht sich damit harmonisch in die Teleskopserie ein. Konstruktiv sind manche Anleihen an den 12"-Vorgänger zu erkennen, die aber an die Erfordernisse des größeren Teleskops angepasst wurden. In vielen Bereichen zeigt das Teleskop aber auch zahlreiche neue Lösungswege.

Der bisherige hölzerne untere Tubus ist gänzlich entfallen. Hier übernimmt die Spiegelzelle aus Aluminium-Quadratrohr die Lagerung für den Spiegel (9-Punkt-Lagerung) und ist zugleich konstruktive Basis für die Montage der Höhenräder aus Birke-Multiplex und des Gittertubus aus Aluminiumrohren. Die Rohre des 6-Stangen-Tubus sind weiterhin in Segmente zerlegbar, wobei das vordere Rohre-Paar, das an den Höhenrädern ansetzt, nur einfach geteilt ist, während alle anderen zweifach geteilt sind. Die Höhenräder sind mit einem Stabilisierungskreuz ausgesteift. Der obere Tubus ist, wie gewohnt, als Aluminium-Monoring ausgeführt. Eine exzentrische Dreiarmspinne aus Carbon-Sandwich sitzt oberhalb des Ringes, ebenso der 2"-Crayford-Okularauszug mit Feintrieb von Baader-Planetarium. Zur Kontraststeigerung ist vor dem Auszug im Strahlengang eine stufenlos einstellbare Irisblende montiert, die durch eine Streulichtblende auf der Gegenseite ergänzt wird. Auf eine klassische Rockerbox wurde aus Gewichtsgründen verzichtet – das gesamte Teleskop ruht auf einer »Flexrocker«. Der Hauptspiegel (16" f/4,5) aus BK7-Glas stammt aus fernöstlicher Produktion, der Pyrex-Sekundärspiegel aus den USA (79mm kleine Achse). Das betriebsfertige Teleskop wiegt 24kg. Zum Transport wird es in zwei Transportboxen verstaut, wobei eine Box den Hauptspiegel aufnimmt und die zweite Box sämtliche Teleskopteile. Das Transportgewicht beträgt 37,9kg. Der Preis des neuen Teleskops liegt bei 3860€.

Frank Gasparini

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
LINKS ZUM ARTIKEL
29. ATT bei interstellarum:
www.interstellarum.de/chatstream.asp
interstellarum-Sternstunde bei Youtube:
www.youtube.com/interstellarum
 

Der 29. ATT – Europas größte Astronomie-Börse – ist Geschichte. Der ATT hat sich wieder als Treffpunkt für Amateurastronomen aus ganz Europa bewiesen und wurde von uns bei vier Livesendungen der interstellarum-Sternstunde mit vielen Studiogästen und Liveschaltungen in die Messehallen festgehalten: Alle halbstündigen Live-Beiträge sind komplett auf unserer Webseite und unserem Youtube-Kanal als Videos abrufbar.

In der nächsten regulären interstellarum-Sternstunde werden zudem die interessantesten Interviews in Ausschnitten und natürlich auch die neuesten Infos zur Astronomie zu sehen sein – wie immer in HD-Qualität.

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Leser-Ergebnisse:
www.interstellarum.de/ ods-galerie.asp
Fotos einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp
Zeichnungen und Beschreibungen einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp?Maske=2
 

Die Objekte der Saison (OdS) in interstellarum laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Beobachtungen an diesem größten Beobachtungsprojekt in deutscher Sprache zu beteiligen! Seit Heft 86 stellen wir je ein Objekt für Einsteiger, für Stadtbeobachter und für Landbeobachter vor.

Drei Objekte für Landbeobachter aus den Heften 86 – 88 können gerade gut am Nachthimmel beobachtet werden:
Der Kugelsternhaufen NGC 5466 (Bootes) sowie die Galaxien NGC 4244 (Canes Venatici) und NGC 3079 (Ursa Major).

Fotos und Zeichnungen bzw. wörtliche Beschreibungen – ganz gleich ob Experten-Ergebnisse oder Anfänger-Resultate – können direkt auf den interstellarum-Server geladen werden. Auch Beobachtungen mit bloßem Auge oder Ferngläsern sind willkommen! Alle eingehenden Ergebnisse werden in der Online-Präsentation auf interstellarum.de gezeigt. Eine Auswahl schafft es zusätzlich in das April-Heft des kommenden Jahres. Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!

 
 
LINKS ZUM ARTIKEL
Reiseatlas Mond bestellen:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=77
Übersicht:
www.oculum.de/oculum/download/reiseatlasmond-inhalt.pdf
 

Der Reiseatlas Mond ist ein neuartiger Atlas für den Mondbeobachter. Er besitzt Merkmale, die bisher in keinem Kartenwerk über den Mond verbunden wurden:

• Abbildung der gesamten Vorderseite des Mondes auf 38 Kartenseiten
• Acht zusätzliche Librationskarten erlauben einen teilweisen Blick auf die Mondrückseite.
• Grundlage der Darstellung ist das Mosaik der Kamera an Bord des NASA-Satelliten Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) von extrem hoher Qualität
• fotorealistischer Anblick mit einheitlichem Schattenwurf, der den Beleuchtungsverhältnissen am (Mond-)Vormittag entspricht und damit der Beobachtung zwischen Neu- und Vollmond am Abendhimmel nahekommt
• alle benannten Krater und Sekundärkrater der Mondvorderseite sind bis auf 10° Randnähe identifiziert
• Mare, Gebirge, Täler, Rillen, Furchen, Dome und weitere Mondformationen sind in den Karten bezeichnet
• Kennzeichnung der Aufschlag-, Absturz- und Landestellen von Mondsonden
• Gradnetz, das Positionen auf dem Mond abschätzen lässt
• gegenüberliegende Daten- und Kartenseiten ermöglichen eine intuitive Bedienung
• Beschreibungen verweisen auf Besonderheiten und geben Beobachtungstipps
• Ausschnittsvergrößerungen zeigen interessante Feindetails
• wasserabweisende Oberfläche und Spiralbindung, ideal für den Außeneinsatz

Reiseatlas Mond – Krater und andere Mondformationen schnell und sicher finden

Ronald Stoyan, Hans-Georg Purucker

80 Seiten, wasserabweisende Oberfläche, Spiralbindung, 30cm × 21cm, durchgehend farbig

ISBN 978-3-938469-64-4

29,90 Euro

 

Hinweis

Verschaffen Sie sich schon jetzt einen ersten Eindruck auf einigen Beispielseiten.