<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Nummer = 140 Beginn = "8.7.2011" Ende = "22.7.2011" BeginnOhneJahr = left(Beginn, len(Beginn) - 4) 'Dieses Script zählt die Seitenaufrufe mit, sobald in interstellarum.mdb > Newsletter ein Eintrag für diesen Newsletter 'existiert. Da ein anderes Script im Menü von interstellarum.de immer die aktuelle Ausgabe danach berechnet, 'DIESEN BITTE ERST KURZ VOR VERSENDEN ANLEGEN strLastCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/interstellarum.mdb") Set objLastCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objLastCon.Open strLastCon Set objLastRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strLastSQL = "SELECT Top 1 * FROM Newsletter Order By Nummer Desc" objLastRS.Open strLastSQL, objLastCon, 0, 2, 0 'Nummer in Datenbank? > Hochzählen! If objLastRS("Nummer") = Nummer Then strNLCon = "Provider=Microsoft.Jet.OLEDB.4.0;Data Source=" & Server.MapPath("/App_Data/interstellarum.mdb") Set objNLCon = Server.CreateObject("ADODB.Connection") objNLCon.Open strNLCon Set objNLRS = Server.CreateObject("ADODB.Recordset") strNLSQL = "SELECT * FROM Newsletter WHERE Nummer = " & Nummer objNLRS.Open strNLSQL, objNLCon, 0, 2, 0 objNLRS("Angesehen") = objNLRS("Angesehen") + 1 objNLRS.Update objNLRS.Close objNLCon.Close End If objLastRS.Close objLastCon.Close %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
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AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

8.7. 8:29 MESZ   Mond Erstes Viertel
15.7. 8:40 MESZ   Vollmond
15.7. 7:02 MESZ   Merkur in größter östlicher Elongation
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Lichtkurve und Beobachtungskampagne:
varsao.com.ar/delta_Sco.htm
Beobachtungskampagne zur Periastron-Passage (PDF):
www.bav-astro.de/rb/rb2011-2/87.pdf
 
 
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δ Sco am 4.7.2011. Digitalaufnahme mit unscharf gestelltem Objektiv f=35mm (Entfernungs­einstellung auf 3m). Solche Aufnahmen erlauben präzise Photometrie, besser als gut fokussierte Bilder. Die ungewöhnlich große Helligkeit und weiße Farbe des B-Sterns δ Sco ist im Vergleich zur Orangefärbung von α Sco (Antares) auffallend. Canon 450D, Objektiv 1:2,8 f=35mm, ISO 400, 15 Sekunden belichtet.

Im Jahr 2000 bemerkte Sebastian Otero, ein argentinischer Amateurastronom, dass der mittlere Stern im Kopf des Skorpions von seiner Normalhelligkeit von 2 ,m3 um 0 ,m2 heller geworden war. Der Stern, ein Leuchtkraftriese vom Spektraltyp B, zeigte das »Be-Phänomen«: in der Äquatorebene wurde eine sich langsam ausdehnende Gasscheibe ausgestoßen. Dadurch werden Emissionslinien im Spektrum sichtbar (das »e« des »Be«-Phänomens).

Neben der sehr raschen Drehung des Sterns ist auch ein Begleitstern von Delta Scorpii an der Bildung der Gasscheibe beteiligt. Alle 10,8 Jahre erreicht er auf sehr exzentrischer Bahn sein Periastron. Nach den aktuellen Radialgeschwindigkeitsmessungen war das nach 2000 wieder am 2.7.2011 der Fall. Delta Scorpii erscheint schon seit Monaten viel heller als gewöhnlich und leuchtet derzeit auffallend hell mit 1 ,m6, doppelt so hell wie im Ruhelicht. Das Maximum dürfte noch einige Zeit anhalten und ist mit freiem Auge sehr gut zu sehen. Beobachtungen der Helligkeit und Spektralaufnahmen sind sehr erwünscht.

Wolfgang Vollmann

 
 

Zum ersten Mal seit über 83 Jahren hat am 1. Juli ein neuer Saros-Zyklus der Sonnenfinsternisse begonnen, eine jener Jahrhunderte währenden Serien von Finsternissen alle 18 Jahre, die sich kaum vom Vorgänger unterscheiden, weil Erde und Mond wieder fast genau an denselben Stellen ihrer Bahnen sind. Zum letzten Mal hatte ein neuer Saros-Zyklus – Nr. 155 – am 17. Juni 1928 begonnen, die nächste Premiere wird in 47 Jahren am 21. Juni 2058 mit Nr. 157 sein. Die erste Finsternis des Zyklus Nr. 156 war eine minimale partielle an und überwiegend vor der antarktischen Küste, am Rande der Polarnacht-Zone. Wie bei allen anderen Saros-Premieren der Geschichte hat sie niemand mit eigenen Augen gesehen – und doch gibt es zum ersten Mal Bilder. Denn der kleine ESA-Forschungssatellit Proba 2, ausgestattet auch mit Sonnenteleskopen, drang auf seiner niedrigen polaren Umlaufbahn – sogar zweimal – kurz in die Penumbra des Mondes ein, was ihm zwei Sonnenfinsternisse von 7min und 5min Dauer in anderthalb Stunden Abstand bescherte (Video).

Einen nennenswerten wissenschaftlichen Wert hatten Probas Beobachtungen zwar nicht, wohl aber einen monetären: Das Proba-Team erhielt für diese Aufnahmen eine Prämie in Höhe von 50 US-Dollar zuerkannt, die eine astronomische Webseite für die ersten Bilder einer Saros-Premieren-Finsternis ausgesetzt hatte! Bis zum Jahr 3237 bleibt uns der neue Zyklus 156 nun erhalten: Er besteht aus insgesamt 69 Sonnenfinsternissen, acht partiellen, 52 ringförmigen (die erste im Jahr 2155, die längste 2516, die letzte 3075) und noch einmal neun partiellen. Saroszyklen ohne totale Finsternisse sind keine Seltenheit, auch Nr. 153 und Nr. 159 gehören in diese Kategorie. Zyklen mit nur totalen Finsternissen (abgesehen von den partiellen am Anfang und Ende) sind hingegen selten: Die »naheliegendsten« sind die Nr. 130 und die Nr. 179. Wie die ersten so sind auch die letzten Finsternisse eines Saroszyklus kleine partielle, polnah und unbeobachtet: Als letzter Zyklus »starb« 1971 der 116., und als nächster ist am 3. August 2054 der 117. an der Reihe. Vielleicht schaut dann – und vier Jahre später bei der nächsten »Geburt« – wieder ein kosmisches Auge zu.

Daniel Fischer

 
 

Am Morgen des 1. Juli und vor allem des 3. Juli hat die laufende Saison der Leuchtenden Nachtwolken der Nordhemisphäre genau zu ihrer Mitte auch die ersten Höhepunkte erlebt: Vor allem über dem Norden Englands und Schottlands, etwa von 55°N nordwärts war stundenlang ein brilliantes Schauspiel dieser immer noch mysteriösen Eiswolken in 80km bis 85km Höhe zu bestaunen. Die bisher beste »deutsche« Show der Saison, die Mitte Mai beginnt, folgte in der Nacht vom 5. Juli zum 6. Juli an der Ostsee, war aber lange nicht so ausgeprägt. Am Morgen des 8. Juli folgte erneut ein kurzer aber dramatischer Ausbruch Leuchtender Nachtwolken über Nordengland und Schottland. Noch bis Mitte August lassen die Bedingungen in der Hochatmosphäre diese Art von Wolken zu, die bei einem Sonnenstand von –6° bis –16° gesehen werden können, da der Himmel dann schon dunkel wird, sie aber noch von der Sonne beschienen sind. Beobachten Sie mit und senden Sie uns Ihre Ergebnisse.

Daniel Fischer

 
 

Bevor am 27. Juni der Kleinplanet 2011 MD in nur 12300km Höhe über den Südatlantik schoss, war er mit nördlicheren Deklinationen von zahlreichen Amateurastronomen verfolgt worden, die einen ausgeprägten Lichtwechsel mit einer Periode von 11,6min dokumentieren konnten. Die größte Überraschung gab es aber, als neue Astrometrie nach der engsten Begegnung hereinkam – und die Positition des Asteroiden am Himmel um bis zu 20" falsch war. Des Rätsels Lösung: 2011 MD war so tief in das Schwerefeld der Erde eingedrungen, dass nicht nur die Masse sondern auch die sonst immer vernachlässigte Abplattung des Planeten einen messbaren Einfluss auf seine Bahn hatte. Dieser Effekt wird in der Software für die Berechnung erdnaher Asteroidenpassagen künftig berücksichtigt.

Daniel Fischer

 
 
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Bericht der Italiener:
remanzacco.blogspot.com/2011/07/unusual-asteroid-2011-mm4.html
 
 

Noch ist der Orbit des Objekts 2011 MM4 nur ungenau bekannt, aber an einer um 99° zur Ekliptik geneigten – also retrograden – Bahn mit rund 60 Jahren Periode und einem Aphel in etwa 25AE Sonnenabstand gibt es keine Zweifel: Das wäre sehr typisch für einen Kometen. Doch intensive Beobachtungen des vom Pan-STARRS-Teleskop am 24. Juni entdeckten Himmelskörpers durch italienische Amateurastronomen – mit einem ferngesteuerten 2m-Teleskop auf Hawaii – zeigen exakt das gleiche Bild wie Sterne identischer Helligkeit und keinerlei Spur von Kometenaktivität. Das kann natürlich an der großen aktuellen Sonnendistanz von etwa 14AE liegen – dafür ist 2011 MM4 aber mit 21m überraschend hell.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1106.6088
Gemini-Mitteilung:
www.gemini.edu/node/11649
Kommentar:
arxiv.org/abs/1106.6090
 

Ein neuer Rekord in Sachen Rotverschiebung – also Entfernung bzw. Nähe am Urknall – ist es nicht, den der Quasar ULAS J112001.48+064124.3 mit seinen 7,1 aufstellt: Mindestens zwei Galaxien und ein (lange verblasster) Gamma-Ray Burst mit Werten zwischen 8 und 10 sind bekannt. Aber der Quasar ist hunderte Male heller, und es gibt ein überzeugendes Spektrum mit zahlreichen Linien, das aus Daten zweier 8m-Teleskope gewonnen wurde: Das macht ihn zu einer außergewöhnlichen Sonde in eine Zeit, 770 Mio. Jahre nach dem Urknall, über die noch wenig bekannt ist, in der aber Entscheidendes passierte. So lässt sich dem Spektrum entnehmen, dass der Quasar zwar von einer 12 Mio. Lichtjahre großen Sphäre ionisierten Gases umgeben ist, andererseits aber mindestens ein Zehntel des intergalaktischen Mediums in der Sichtlinie zu ihm noch neutral ist (erkennbar am regelrechten Abbrechen des Spektrums links von der Lyman-Alpha-Linie): Er befindet sich noch mitten in der Phase der kosmischen Entwicklung, als das Universum wieder ionisiert wurde. Bei einer Rotverschiebung um 6, bei der inzwischen zahlreiche Galaxien und Quasare bekannt sind, ist dieser Prozess bereits abgeschlossen.

ULAS J112001.48+064124.3 sorgt allerdings auch für Kopfzerbrechen: Unter anderem aus seiner Leuchtkraft von 63 Billionen Sonnen ergibt sich gemäß etablierter Formeln die Anwesenheit eines zentralen Schwarzen Lochs von 1,3 bis 3,5 Milliarden Sonnenmassen – und das kann nach allen bislang diskutierten Szenarien zu diesem frühen Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht bis zu dieser Größe gewachsen sein. Denn dieses Wachstum ist zwar ein exponentieller Prozess, der aber durch Strahlungsdruck begrenzt ist: Nur ein einzelner Vorgänger mit einer halben Million Sonnenmassen, direkt aus dem kosmischen Urgas kondensiert, oder tausende gleichzeitig miteinander verschmolzene Überreste massereicher Sterne könnten als Saat funktioniert haben. Zumal der Quasar nur erst etwa 100 Mio. Jahre lang hell ist, wie sich aus der eher kleinen ionisierten Blase um ihn ergibt. Gerne würde man mehr Quasare zu dieser Zeit untersuchen, aber es dürfte am ganzen Himmel nur etwa 100 helle Quasare mit Rotverschiebungen größer als 7 geben. Und schon diesen einen zu finden, hat fünf Jahre gedauert und eine aufwändige Himmelsdurchmusterung mit einem britischen Infrarotteleskop auf dem Mauna Kea erfordert. Zu noch jüngeren Quasaren jenseits von 7 vorzudringen, wäre wohl ohne ein IR-Teleskop mit großem Gesichtsfeld im Weltraum kaum zu machen.

Daniel Fischer

 

Seit die Raumsonde Cassini 2005 völlig überraschend die Fontänen des Saturnmondes Enceladus aus Wasserdampf und Eisteilchen entdeckt hatte, die aus den »Tigerstreifen«, Oberflächenspalten in der südlichen Polarregion, schießen, stellte sich die Frage nach deren Quelle. Gibt es unter der eisigen Oberfläche ein flüssiges Reservoir, das hier verdampft, oder sublimiert ein festes Substrat? Während zeitweise bis zu fünf verschiedene Modelle in der Diskussion waren, hat der deutsche Cosmic Dust Analyzer bei drei Fontänen-Durchflügen Cassinis in den Jahren 2008 und 2009 die Zusammensetzung frisch ausgeworfener Partikel direkt gemessen. Die in größerer Entfernung von Enceladus angetroffenen Partikel sind klein und salzarm, ähnlich wie die Teilchen des E-Rings, dessen offensichtliche Quelle die Enceladus-Fontänen sind. In der Nähe des Mondes hat Cassini jedoch relativ große und salzreiche Partikel vorgefunden: Mehr als 99% der Masse scheinen in Form solcher salzreicher Partikel ausgeworfen zu werden, von denen es aber die meisten nicht bis in den Ring schaffen, weil sie zu schwer sind. Diese salzhaltigen Eispartikel haben nun den entscheidenden Hinweis auf die Vorgänge im Inneren von Enceladus geliefert: Sie besitzen nämlich eine »ozeanartige« Zusammensetzung, die dann zu erwarten ist, wenn das Eis aus einem flüssigen Salzwasser-Reservoir stammt.

Die gefrorene Eisoberfläche des Mondes ist dafür nicht verantwortlich: Wenn Salzwasser langsam gefriert, wird das Salz aus der Eisstruktur verdrängt, so dass reines Wassereis zurückbleibt. Flüssiges Salzwasser unter der eisigen Oberfläche bleibt jetzt als einzige Erklärung für den hohen Salzanteil der Teilchen übrig: eine Schicht etwa 80km unter der Enceladus-Oberfläche zwischen dem felsigen Kern und dem eisigen Mantel. Salz aus dem Gestein löst sich im Wasser, das sich dann in flüssigen Reservoiren dichter unter der Kruste ansammelt. Wenn sich in der äußeren Eisschicht Spalten öffnen, gerät das Reservoir in Kontakt mit dem Weltraum: Durch den Druckabfall verdampft die Flüssigkeit, ein Bruchteil davon wird in Form salziger Eisteilchen schockgefrostet und als Fontänen ausgestoßen. Die Wasserreservoire müssen dabei große Oberflächen haben, an denen die Verdampfungsprozesse stattfinden, sonst würden sie schnell zufrieren. Viele Details, vor allem zu Wärmequellen und Tektonik, sind noch unklar, aber Enceladus kann es nun mit dem Jupitermond Europa in Sachen potenzieller Lebensfreundlichkeit aufnehmen – und der unterirdische Ozean wäre sogar dank der Tigerstreifen leichter zugänglich. Leider sind in den nächsten Jahrzehnten keine Raumsondenmissionen in Sicht, die solch eine Expedition wagen würden.

Daniel Fischer

 

Während Chinas zweiter Mondorbiter Chang'e 2 am 9. Juni die Mondumlaufbahn verlassen hat, ist am 27. Juni die erste der beiden ARTEMIS-Sonden im Orbit angekommen, die mit komplizierten Manövern aus weiten Erdumlaufbahnen zum Mond bugsiert worden waren. Chang'e soll sich in drei Monaten zum Lagrangepunkt L2 des Erde-Sonne-Systems bewegen, der erste Versuch Chinas, weit jenseits der Mondbahn zu operieren. Die beiden ARTEMIS-Sonden der NASA hatten sich während ihres trickreichen Transfers zunächst eine Weile in der Mondumgebung aufgehalten, wo sie einem »veritablen Zoo von Plasma-Phänomenen« begegneten, aber jetzt werden sie tatsächlich zu Orbitern: ARTEMIS P1 ist dies am 27. Juni geglückt, P2 steht es am 17. Juli bevor.

Daniel Fischer

 
 
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NASA-Mitteilung:
www.nasa.gov/mission_pages/hubble/science/millionth.html
 

Das hörte man gerne: Das Weltraumteleskop Hubble habe am 4. Juli »seine einmillionste wissenschaftliche Beobachtung« gemacht, verkündeten stolz alle Beteiligten. Die Zahl verwundert, hat Hubble doch mit 21 Jahren gerade einmal 11 Millionen Minuten im Orbit zugebracht und die auch nur teilweise nutzen können. Eine Rückfrage beim Hubble-Betreiber Space Telescope Science Institute bringt Klarheit: Gemeint war lediglich die Zahl der einzelnen Belichtungen. Unterschiedliche Objekte bzw. Bildfelder angepeilt hat das HST bisher etwa 32760 – immer noch eine Menge – im Rahmen von 8052 verschiedenen Forschungsprogrammen. Ein sinnvolles rundes Jubiläum steht Hubble gleichwohl bevor: Bisher beträgt die Gesamtbelichtungszeit 96458 Stunden (oder 5,8 Mio. Minuten) – in weniger als einem Jahr sollten die Hunderttausend voll sein.

Daniel Fischer

 
 
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Erster Schadensbericht:
subarutelescope.org/Announce/2011/07/04/report1.html
 

So etwas ist einem optischen Großteleskop auch noch nicht passiert: Durch ein Leck in seinem Kühlsystem – dummerweise auch an der höchst gelegenen Stelle – haben sich am 2. Juli kurz nach dem Ende der nächtlichen Beobachtungen größere Mengen Ethylengylkol überall auf dem japanischen Subaru-Teleskop auf dem Mauna Kea verteilt. Da die orange schimmernde Flüssigkeit in viele Bereiche des komplizierten 8m-Instruments und seiner Kameras eingedrungen ist, erwies sich eine äußerliche Reinigung bald als zwecklos. Jetzt ist Subaru erst einmal bis auf weiteres stillgelegt und muss teilweise auseinander genommen werden – ein Zeitplan für die Reinungsarbeiten liegt noch nicht vor, aber sie werden mindestens zwei Wochen dauern.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Alle Termine für Sternfreunde:
www.interstellarum.de/termine.asp
 
 

Termine vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

17.7.–6.8. International Astronomical Youth Camp IAYC 2011 Třemešek, Tschechien IAYC leader team, info@iayc.org, www.iayc.org
 
Die neuen Expanse-Okulare von TS Optics sind in sechs Brennweiten erhältlich.

Die Firma Teleskop-Service hat innerhalb der Hausmarke TS Optics eine neue Okularserie in ihr Lieferprogramm aufgenommen. Bei den Expanse-Okularen handelt es sich um Weitwinkel-Modelle mit 70° Eigengesichtsfeld. Hauptaugenmerk wurde bei der optischen Konstruktion auf ein bequemes Einblickverhalten gelegt, was in der großen Augenlinse und dem Pupillenabstand von 20mm zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus sollen laut Hersteller ein integriertes ED-Element und die Vergütung aller Glas-/Luftflächen für eine ausgezeichnete Schärfe- und Kontrastleistung sorgen.

Auch für schnelle Newtons mit f/5 sollen die Expanse-Okulare geeignet sein. Die verstellbare Augenmuschel ist abnehmbar, darunter befindet sich ein M43×0,75-Gewinde, das einen optionalen T2-Adapter aufnehmen kann. Damit eignen sich die Okulare auch gut für die Fotografie mit Spiegelreflexkameras oder kompakten Digitalkameras, die für die Okularprojektion stabil am Okular befestigt werden können. Als Brennweiten stehen 3,5mm, 5mm, 8mm, 13mm, 17mm und 22mm zur Verfügung, alle Modelle haben einen 2"-Anschluss. Bei den Brennweiten 3,5mm – 17mm kann dieser abgeschraubt werden, darunter liegt ein zusätzlicher 1¼"-Steckanschluss. Beide Anschlüsse sind jeweils mit Filtergewinde ausgerüstet. Das Gewicht der Okulare liegt je nach Brennweite zischen 450g und 490g. Der Preis beträgt einheitlich 99,90€.

Frank Gasparini

 
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Das neue kompakte Swarovski CL Companion 30.

Seit Monatsbeginn ist das neue CL Companion der Firma Swarovski mit den Modellen 8×30 und 10×30 im Handel erhältlich. Die auffälligsten Merkmale dieses Glases sind sicher die kompakten Abmessungen (L×B×H: 119mm×114mm×58mm) und das geringe Gewicht (ca. 500g), welche Dank der Verwendung moderner Werkstoffe realisiert werden können. Als Austrittspupille werden 3,8mm (8×) bzw. 3,0mm (10×) erreicht, so dass die optische Leistung auch gut am Tag genutzt werden kann. Der Austrittspupillenabstand beträgt 15mm bzw. 14mm. Das 7,1° große Gesichtsfeld des 8×30 soll auch für Brillenträger voll nutzbar sein. Beim 10×30 (5,7° Gesichtsfeld) kommt es laut Angaben des Herstellers zu einer kleinen Einschränkung. Als Sehfeld werden 124m bzw. 100m auf 1000m angegeben. Die Naheinstellgrenze liegt bei 3m, so dass das Glas auch zur Insektenbeobachtung geeignet ist. Für den Outdoor-Einsatz ist das CL Companion staubdicht, stickstoffgefüllt und druckwasserdicht bis 4m und mit einer stoß- und rutschfesten Gummiarmierung versehen. Das Glas ist in den Farben grün, schwarz und sandfarben erhältlich. Im Lieferumfang sind eine Tasche, Trageriemen, Handschlaufe sowie Okular- und Objektivschutzdeckel enthalten. Der Preis liegt um 850€.

Frank Gasparini

 
 
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Stadt der Wissenschaft 2012:
www.stadt-der-wissenschaft.de
Arbeitskreis Sternwarte Lübeck:
www.sternwarte-luebeck.de
 
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Gruppenbild der Teilnehmer. [Marco Ludwig]

Es tut sich was im Norden: Am 26. Juni 2011 kamen erstmals mehrere Vertreter norddeutscher Sternwarten an der Regionalen Volks- und Schulsternwarte Tornesch zusammen. Ihr Ziel: Die Zusammenarbeit zwischen den Sternwarten in Norddeutschland zu fördern und auszubauen. Zwischen einzelnen Sternwarten gibt es bereits seit einiger Zeit Kooperationen auf verschiedenen Ebenen, z.B. beim Austausch von Referenten. Das soll künftig intensiviert werden. So diente das erste Treffen vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vorstellung einzelner Sternwarten und Vereinigungen.

Im Eröffnungsvortrag wurden zwei bedeutende Hamburger Amateurastronomen Max Beyer und Wilhelm Gummelt und die Geschichte der Gründung der Hamburger GvA vorgestellt. Im weiteren Verlauf präsentierten sich mehrere Sternwarten und Vereinigungen, beschrieben ihre Geschichte und aktuelle Projekte zum Ausbau ihrer Einrichtungen und zur Öffentlichkeitsarbeit. Dabei stellte sich heraus, dass gerade Vereinigungen auf dem Lande oft bessere Möglichkeiten für Durchführung ihrer Arbeit hatten, als solche, die in großen Städten beheimatet sind und von der Öffentlichkeit oft nur wenig oder gar nicht wahrgenommen werden, oder mit Schwierigkeiten mit Behörden zu kämpfen haben.

Die Sternwarte der VHS-Neumünster, der Arbeitskreis Sternwarte Lübeck, die Gesellschaft für volkstümliche Astronomie e.V. in Hamburg, die Sternwarte St. Andreasberg, die Sternwarte Kronshagen der GvA-Gruppe Kiel und die Tornescher Sternfreunde waren die Gruppierungen, die sich hier darstellten.

Zum Ende hin wurde das Projekt einer eigens für die Zusammenarbeit zu entwickelnden Website vorgestellt, um die Vernetzung norddeutscher Sternwarten im Internet voranzubringen. Hier sollen vor allem auf aktuelle Veranstaltungen in den beteiligten Vereinen hingewiesen werden. Man kam zudem überein, die Website ausschließlich auf den Amateurbereich zu beschränken und kommerzielle Händler und Planetarien (zumindest solche, die kein Interesse an der Förderung der Amateurastronomie zeigen) nicht zu berücksichtigen. In Zukunft soll dann auch der Internetauftritt des Norddeutschen Astrofotografentreffens (NAFT) mit integriert werden. Auch wurde bedauert, dass kein Vertreter einer der zahlreichen kleinen Amateursternwarten aus Mecklenburg-Vorpommern nach Tornesch gekommen ist. Hier sollen die Kontakte verbessert werden, um auch die dortigen Amateursternwarten mit einzubinden.

Man einigte sich auch darauf, dass diese Veranstaltung einmal pro Jahr noch vor den Sommerferien stattfinden soll. Der nächste Austragungsort wird Lübeck sein, 2012 die Stadt der Wissenschaft.

Manfred Holl

 
 
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HuTT:
hu-tt.de.vu
 

Am letzten Wochenende im Juli, vom 29.7. bis 31.7.2011, findet das 4. HuTT bei Liebshausen im Hunsrück statt. Am Sportplatz gelegen, bietet das Gelände die notwendige Infrastruktur und ausreichend Platz für mehr als 50 Teilnehmer. Der Standort lockt mit dunklem Himmel (Grenzgröße oft besser als 6 ,m5) und die Straßenbeleuchtung der Gemeinde bleibt für das Wochenende aus! Der Eintritt beträgt pauschal 10€, Anmeldung ist erforderlich.

Frank Gasparini

 

Laut Meldungen vom 1.7.2011 ist die Fotosparte von Pentax an die Firma Ricoh verkauft worden, der Abschluss soll bis Oktober 2011 abgewickelt werden. Die Übernahme von Pentax vor drei Jahren durch Hoya, ein japanischer Hersteller von Spezialgläsern, ging mit erheblichen Einschnitten bei der Astronomie-Produktpalette einher. Ricoh betätigt sich vorwiegend als Hersteller von Büroelektronik (Drucker, Kopierer) und ist nur mit einem kleinen, aber innovativen Kamerasegment am Markt vertreten. Ob sich der erneute Verkauf auch auf die verbliebenen Astronomie-Produkte auswirkt, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
10.7. 10:10 Vox Mond zu verkaufen 60min.
16:00 3sat hitec: Fremde unter uns 30min.
11.7. 1:20 ZDF Leschs Kosmos: Die rätselhafte Kraft des Mondes 15min. ZDF neo: 12.7.: 1:05
16:00 BR-alpha alpha campus: Joseph von Fraunhofer (1787–1826) 30min.
12.7. 19:00 BR-alpha Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Sergej Koroljow und der erste Satellit im All 15min.
13.7. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was sind virtuelle Teilchen? 15min. 14.7.: 1:45, 8:15
17.7. 12:00 3sat Der Geheimcode von Stonehenge 45min.
18.7. 1:35 ZDF Leschs Kosmos: Alles schon mal da gewesen 15min. ZDF neo: 19.7.: 1:00
20.7. 22:45 BR-alpha Alpha Centauri: Was gibt es Neues im galaktischen Zentrum? 15min. 21.7.: 1:45, 8:15
22.7. 19:45 ARD Wissen vor 8: Wie entsteht ein Regenbogen? 3min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Leser werben Leser:
www.interstellarum.de/freundschaftsabo.asp
 

Sie sind bereits interstellarum-Abonnent und kennen Sternfreunde, welche sich die Zeitschrift immer noch am Kiosk kaufen? Oder konnten Sie sich bisher nicht so recht zu einem Abo durchringen, kennen aber einen Abonnenten? Dann haben Sie jetzt noch für kurze Zeit die Chance, an unserer Abo-Aktion Leser werben Leser teilzunehmen.

Zusätzlich zu den sowieso schon bedeutenden Vorteilen eines Abonnements – Sie erhalten interstellarum günstiger als im Zeitschriftenhandel und dazu noch frei Haus geliefert – können Sie unter einer von mehreren Prämien aus dem Oculum-Verlag wählen. Sichern Sie sich heute noch dieses Angebot – die Annehmlichkeiten des Abos für den einen und die Prämie für die Anregung durch einen bereits abonnierenden Sternfreund:

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Alle Informationen und Bestellmöglichkeit:
www.interstellarum.de/freundschaftsabo.asp
 
 
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Zur Umfrage Astrofotografie:
www.umfrageprofi.de/vote/v_index.php?fbid=czo2OiIxMDAzNzciOw==
 

Sind Sie Astrofotograf? Dann bitten wir Sie um Ihre Meinung! In der ersten groß angelegten Umfrage zur Astrofotografie in deutscher Sprache wollen wir wissen, womit, wie und mit welchen Hilfsmitteln Sie Ihre Aufnahmen erstellen. Ganz gleich ob DSLR, CCD-Kamera oder Webcam: Machen Sie mit!

Die Umfrage ist anonym und kostenlos. Die Ergebnisse werden im interstellarum Themenheft Teleskope 2011 veröffentlicht, das diesmal den Schwerpunkt Astrofotografie hat. Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

 
 
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OdS-Galerie:
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Fotos einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp
Zeichnungen und Beschreibungen einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp?Maske=2
 

Die Objekte der Saison (OdS) laufen als Beobachtungsprojekt zum Mitmachen für alle Leser ununterbrochen seit interstellarum 1 (1994). Dabei werden immer zwei Deep-Sky-Objekte ein Jahr im Voraus vorgestellt. In Heft Nr. 72 wurden die Einzelgalaxie NGC 7331 und die bekannte Galaxiengruppe Hickson 92 (Stephans Quintett) ausgewählt. Ihre Beobachtungsberichte als Text – vom kleinem Fernglas bis zum großem Teleskop – und Ihre Astrofotos und Zeichnungen können Sie über unsere Eingabemasken direkt an uns senden.

Der Einsendeschluss für Heft 78 für beide Objekte ist am 20. Juli. Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!

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Hier können Sie Ihre Ergebnisse einsenden:

Zeichnungen und Beobachtungsbeschreibungen: www.interstellarum.de/ods.asp?Maske=2

Fotos: www.interstellarum.de/ods.asp

NGC 7331 in der OdS-Galerie:
www.interstellarum.de/ods-galerie.asp?Direktlink=NGC 7331

Hickson 92 in der OdS-Galerie:
www.interstellarum.de/ods-galerie.asp?Direktlink=Hickson 92