AKTUELLE AUSGABE
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Merkur. Helligkeit -1 ,m32, Durchmesser 5,36" (28.6.2016 9:40 MESZ)
Venus. Helligkeit -3 ,m92, Durchmesser 9,68" (28.6.2016 9:40 MESZ)
Mars. Helligkeit -1 ,m47, Durchmesser 16,63" (28.6.2016 9:40 MESZ)
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INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe 198 vom 11.10.2013
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
MITTEILUNGEN AUS DER REDAKTION
 
 
AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom 11.10.–25.10.2013

11.10.11:00 MESZMaximum Delta-Aurigiden, Dauer: 10. – 18.10., ZHR=2
12.10.1:02 MESZMond Erstes Viertel
12.10.6:30 MESZDreifacher Mondschatten auf Jupiter (Dauer: 67 min)
14.10.1:07 MESZMond bedeckt ν Aqr 4 ,m5
15.10.13:19 MESZMars bei Regulus (Mars 56,3' nördlich)
17.10.0:41 MESZVenus bei Antares (Venus 1,5° nördlich)
19.10.1:38 MESZVollmond
21.10.13:00 MESZMaximum Orioniden, Dauer: 2.10. – 7.11., ZHR=20
Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
 
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Bilder einsenden:
www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp
Planeten aktuell:
www.kometenaktuell.de
 

Die drei inneren Galileischen Monde des Jupiter, Io, Europa und Ganymed, umlaufen Jupiter auf stabilen Bahnen im Zeitverhältnis 1:2:4, der sogenannten Laplace-Resonanz. Ein Ganymed-Umlauf entspricht dabei zwei Europa-Umläufen und vier Io-Umläufen. Dadurch bedingt kann es eigentlich immer nur zwei Mondschatten gleichzeitig auf Jupiter geben, da sich ein Mond auf seiner Bahn immer etwas vor oder hinter den beiden anderen Monden befindet. Trotzdem kann man, wenngleich auch relativ selten, auch drei Mondschatten auf Jupiter sehen, nämlich dann, wenn der Schatten des vierten Galileischen Mondes, Kallisto, ebenfalls auf die Jupiteroberfläche fällt. Dies wird am 12. Oktober wieder der Fall sein. Bereits um 5:10 MESZ erscheint der Schatten von Kallisto in der Region des Jupiter-Südpols. Zwölf Minuten später folgt dann der Schatten von Europa in mittleren südlichen Jupiterbreiten um dann um 6:30 MESZ mit dem Schatten des Io nahe dem Jupiteräquator das Trio zu komplettieren. Um 7:37 MESZ, kurz nach dem Aufgang der Sonne, verlässt dann der Kallisto-Schatten die Jupiteroberfläche und beendet dieses Ereignis. Im mitteleuropäischen Raum steht Jupiter während dieses Ereignisses in rund 60° Höhe über dem Südhorizont. Das nächste Ereignis dieser Art findet bereits am 3.6.2014 statt. Allerdings wird man in Mitteleuropa nur das Ende beobachten können, weil sich zu diesem Zeitpunkt die Sonne noch über dem Horizont befindet.

Weitere faszinierende Mehrfachereignisse der Galileischen Jupitermonde finden noch im Oktober und Anfang November statt – und zwar ca. alle 7 Tage und einige Stunden.

André Knöfel und Hans-Georg Purucker

 
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Am 15. Oktober ziehen Mars und der Komet ISON nahe Regulus vorbei. Dies könnte aussehen wie auf dieser Fotomontage, die den Kopf des Löwen und seine Besucher zeigt. [P. Wienerroither, interstellarum]

Am 15.10. zieht unser Nachbarplanet Mars am Hauptstern des Sternbildes Löwe, Regulus (lat. Bezeichnung für »Prinz«), in knapp 1° Abstand vorbei. Dabei sind die Helligkeiten beider Objekte nahezu gleich: Mars besitzt eine scheinbare Helligkeit von 1,m6 und Regulus von 1,m4. Allerdings wird ein interessanter Farbkontrast sichtbar werden: Zeigt sich Mars in bekannter rötlicher Färbung, so erscheint Regulus mit der Spektralklasse B7 deutlich bläulich-weiß.

Beide Objekte gehen kurz vor 3:00 MESZ am Osthimmel auf und erreichen bis zum Beginn der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von rund 45° über dem Horizont. Verlängert man die Strecke Regulus – Mars etwa um dieselbe Entfernung weiter nach Norden, zeigt sich mit einem Fernrohr ein weiterer Gast: der Komet C/2012 S1 (ISON) mit ca. 9m. Seine Helligkeit wird in den Folgetagen langsam zunehmen und Anfang November 8m erreichen. Dabei bewegt er sich im Sternbild Jungfrau weiter auf die Sonne zu. Im weiteren Verlauf des Monats verschiebt sich die Aufgangszeit des Kometen immer weiter in die Morgenstunden. Mitte November wird seine Helligkeit bei etwa 5m angenommen und soll in der letzten Dekade rasant steigen, wobei der Komet dann zunehmend in der Dämmerung verschwindet (vgl. interstellarum 90, S. 23).

Am 28.11. erreicht der Komet mit 0,01AE den sonnennächsten Punkt auf seiner Bahn. Sehr optimistische Prognosen erwarten dann eine Helligkeit, bei der der Komet bereits am Tageshimmel sichtbar sein soll. Dabei steht er jedoch knapp neben der Sonne, so dass unbedingt auf ausreichenden Augenschutz geachtet werden muss. Sollte der Komet die Sonnenpassage überstehen und nicht dabei zerstört werden, könnte kurz danach Ende November der Kometenschweif nach Sonnenuntergang am Abendhimmel gesichtet werden, da er von der Sonne weg steil nach Norden gerichtet sein wird.

Jetzt mitmachen!

Auch Sie können uns Fotos von diesem wichtigen Ereignis über unsere Uploadseiten zusenden. Alle Ergebnisse werden wie immer in unserer Online-Galerie »Kometen aktuell« zu sehen sein und eine Auswahl veröffentlichen wir im gedruckten Heft.

Bilder einsenden: www.interstellarum.de/aktuelleereignisse.asp

Kometen aktuell: www.kometenaktuell.de

André Knöfel

 
 
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Bilder & Berichte 2./3. Oktober:
forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=1&t=10741&start=73
Bilder & Berichte 8./9. Oktober:
forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=1&t=10755&start=50
 

Mit Polarlichtern ist der deutsche Sprachraum in diesem – besonders schwach ausgefallenen – Sonnenzyklus bisher wahrlich nicht verwöhnt worden, und Spektakuläres wie 1989, 2000 oder 2003 ist bisher gänzlich ausgeblieben. Die wenigen größeren Sonnenfleckengruppen und ihre gelegentlichen starken Sonnenflares verpufften stets ohne die ersehnte Wirkung – aber dafür haben diesen Monat bereits zweimal subtilere Effekte im Sonnenwind zu visuell immerhin sichtbarem Polarlicht über Norddeutschland geführt: erst in der Nacht vom 2. zum 3. und dann vom 8. zum 9. Oktober.

Während im ersten Fall eine Reihe guter Fotos gelangen, verhinderte im zweiten verbreitet schlechtes Wetter fast sämtliche Beobachtungen. Näher am Auroraoval in Skandinavien oder Nordamerika war dagegen in diesen Nächten um so mehr zu sehen.

Daniel Fischer

 
 
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Basis-Informationen Encke:
aerith.net/comet/catalog/0002P/2013.html
Basis-Informationen Lovejoy:
aerith.net/comet/catalog/2013R1/2013R1.html
 

Nicht nur der Star-Komet C/2012 S1 (ISON) kann derzeit mit 10. Größe am Morgenhimmel beobachtet werden: Mit 2P/Encke und C/2013 R1 (Lovejoy) haben zwei weitere Kometen – der eine lange bekannt, der andere erst kürzlich entdeckt und schon deutlich heller als erwartet – derzeit eine ähnliche Helligkeit.

Alle drei Kometen teilen die Eigenschaft einer fotografisch auffällig grünen und ausgedehnten Gaskoma, aber nur bei ISON befindet sich darin auch eine flächenhelle Staubkoma nebst kurzem Staubschweif. Encke wird sein Perihel am 21. November erreichen und dürfte dabei noch bis auf etwa 7. Größe steigen, während Lovejoys Perihel am 22. Dezember womöglich sogar knapp mit dem bloßen Auge sichtbar werden könnte.

Daniel Fischer

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 
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Veröffentlichung zum Perihel:
arxiv.org/abs/1309.2288
Pressemitteilung zur Hubble-Analyse:
www.psi.edu/news/ISON3.html
Veröffentlichung zum Ausbruch:
arxiv.org/abs/1309.2688
 
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Farbunterschiede im Kometen ISON, extrem verstärkt durch Division von Hubble-Aufnahmen vom 10. April durch verschiedene Filter: Die Kometenkoma rund um den (weiß markierten) Kern ist blauer als in größerem Abstand – üblicherweise ist sie in Kernnähe rötlicher. Das könnte auf größere Mengen Wassereisteilchen in der inneren Koma hindeuten. [NASA, ESA, J.-Y. Li (Planetary Science Institute) und das Hubble Comet ISON Imaging Science Team]

Die Helligkeit des mit Spannung erwarteten Kometen C/2012 S1 (ISON) hat inzwischen 10m erreicht und liegt damit weiter gut im Trend für eine stattliche Erscheinung kurz nach dem Perihel am 28. November – wenn die extreme Sonnennähe dem kleinen Kern nicht übel mitspielt. Erste Erkenntnisse der professionellen ISON-Forschung – vorgestellt auf einer Planetenforschertagung diese Woche in Denver – sorgen für Optimismus. So gibt es detaillierte Simulationsrechnungen zum Verhalten von Kometenkernen in Sonnennähe: Zwar sind wesentliche Parameter von ISONs Kern wie Durchmesser (zwischen 400m und 4km), Dichte und Rotationsrate weiter unbekannt, aber in fast allen durchgespielten Szenarien für kometentypische Werte wird er das Perihel überstehen. Eine kuriose Eigenschaft von ISON ist derweil in den nach wie vor besten Daten, Aufnahmen des Hubble Space Telescope vom 10. April, entdeckt worden: Die innere Koma bis 5000km Kernabstand war blauer als bei Kometen üblich, die nah des Kerns eher rötlicher sind. Eine Erklärung wären größere Mengen von Wassereispartikeln, die der Kern – aus welchem Grund auch immer – in die Koma blies.

Die wichtigste Entdeckung auf den Hubble-Aufnahmen vom April war aber ein markanter Staubfächer genau in Sonnenrichtung: Nicht nur während der 19 Stunden Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop sondern auch auf späteren Bildern vom Erdboden aus, die ihn mehr oder weniger klar zeigten, wies er stets in dieselbe Richtung. Aus der Unveränderlichkeit dieses Staubjets wird nun vorsichtig geschlossen, dass er in der Nähe eines Rotationspols des Kerns austritt, der wiederum ziemlich genau in der gegenwärtigen Flugrichtung und damit permanent in der Sonne liegt. Was zugleich bedeutet, dass die andere Hemisphäre von ISON, der das innere Sonnensystem zum ersten Mal besucht, noch nie der Sonne ausgesetzt war – und das wird sich ab eine Woche vor dem Perihel rapide ändern, da die Achse raumstabil sein dürfte. Plötzlich wird die kalte Kernseite schnell aufgeheizt, und wenn sich dort Taschen mit »superflüchtigem« Eis aus Kohlendioxid und -monoxid befinden sollten, könnte es einen gewaltigen zusätzlichen Aktivitätsschub geben. Genau solche Depots scheint ISON wirklich zu besitzen: Seine verwirrende Lichtkurve bis diesen Sommer lässt sich nämlich nach einer – allerdings nicht unumstrittenen – Hypothese durch den lang anhaltenden Ausbruch einer Kohlenmonoxid-Zelle verstehen. Der ist zwar vorbei – aber das Beste könnte erst kommen.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
www.sciencemag.org/content/341/6149/964.summary
 

Unter Sgr A* (gesprochen: Sagittarius A Stern) versteht man eine Quelle von Radiowellen im Zentrum der Milchstraße, die nach derzeitigem Forschungsstand als ein supermassereiches Schwarzes Loch von etwa 4 Millionen Sonnenmassen identifiziert werden kann. Über sein Fressverhalten und die Fütterungsmechanismen existieren eine Vielzahl von Konzepten und Theorien, von denen seit 2005 ein Ansatz für besonderes Aufhorchen in der Forschungsgemeinde sorgte. Seinerzeit wurden mit dem Röntgenteleskop Chandra Helligkeitsausbrüche in der Nähe von Sgr A* beobachtet, die darauf schließen lassen, dass sich im Umkreis von etwa 7Lj bis zu 20000 Schwarze Löcher befinden, die das supermassereiche zentrale Schwarze Loch der Milchstraße umkreisen. Dadurch wird eine seit 2003 kursierende Theorie gestützt, nach der das zentrale Schwarze Loch über kleinere Löcher »gefüttert« wird. Sie steht in Konkurrenz zu den bisherigen Annahmen, wonach – verkürzt gesprochen – Gaswolken das Schwerkraftzentrum umkreisen und sich dabei vereinigen.

Wird eine kritische Masse erreicht, kollabiert die Wolke und stürzt in das Schwarze Loch. Ein solcher gängiger Fütterungsprozess scheint bei Sgr A* nicht recht zu funktionieren. Spätestens seit Anfang des Jahrtausends scheint gefestigt, dass Sgr A* nicht nur auf Diät, sondern regelrecht »ausgehungert« daher kommt. Und wieder spielt der Röntgensatellit Chandra eine wesentliche Rolle bei der genaueren Präzisierung seines Fressverhaltens. Überraschend wenig, denn nur etwa ein Prozent der in das Schwerefeld des Schwarzen Loches eintretenden Materie findet tatsächlich auch ihren Weg in das Schwarze Loch hinein. Der weitaus größere Teil des mittels Chandra beobachteten Gases wird schon vor Erreichen des Ereignishorizonts wieder in das All hinausgeschleudert.

Anstatt sich in einer Akkretionsscheibe um Sgr A* zu sammeln und aufzuheizen, ist Sgr A* von einer länglichen Strahlungswolke umgeben, deren Gasmassen nur sehr dürftig im Röntgenspektrum leuchten. Etwa eine Million Mal schwächer, als es aufgrund der sich im Umfeld um das Schwarze Loch befindlichen Materie der Fall sein sollte. Zwar sind die Gasschwaden im Einflussbereich des Schwarzen Loches nicht so energiereich wie vermutet, dennoch sind sie verhältnismäßig heiß. Auch ist das Gas in der Region sehr diffus verteilt, so dass nur schwer ein Temperatur- und Drehmomenttransfer vonstatten gehen kann. Genau der ist allerdings die Voraussetzung, um über eine Akkretionsscheibe in das Schwarze Loche zu spiralen. Im Falle des galaktischen Schwarzen Loches bedeuten die regionalen Besonderheiten in seiner Umgebung einen immensen Verlust von etwa 99% der einströmenden Materie.

Lars-C. Depka

 
 
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Originalarbeit zu PSO J318:
arxiv.org/abs/1310.0457
MPG-Pressemitteilung zu beiden Free-Floatern:
www.mpg.de/7560801/planeten_ohne_muttersonne
 

Er hat eine Masse vom 5- bis 8-fachen der des Jupiter, was ihn eindeutig zu einem Planeten macht, eine Temperatur von 1100 bis 1200 Kelvin, da er erst etwa 12 Mio. Jahre alt ist und eine extrem rote Farbe, passend zu seinem Spektraltyp L7: PSO J318.5-22 gehört mit 80 Lichtjahren Abstand zu den sonnennächsten »Free-Floatern«, die zwar planetare Masse, aber keinen Stern haben, den sie umkreisen.

Das mit dem Pan-STARRS-Teleskop entdeckte Exemplar ist auch das erste dieser Art, welches alle wesentlichen Eigenschaften mit den jungen, heißen Planeten teilt, die bei zwei Sternen direkt angebildet wurden, während sich typische Braune Zwerge deutlich von Riesenplaneten unterscheiden. PSO J318 und ein weiterer kürzlich entdeckter Free-Floater, der schwerer aber noch viel jünger ist, lassen sich nun als Planeten-Analoga leichter untersuchen als Planeten dicht neben ihren Sternen.

Daniel Fischer

 
 
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Originalarbeit:
arxiv.org/abs/1310.0764
Pressemitteilung:
rochester.edu/news/show.php?id=7302
Aufsuchkarte für LP 876-10:
www.pas.rochester.edu/~emamajek/fomc/index.html
 

Mit einer spektakulären Staubscheibe und einem völlig aus dem Rahmen fallenden Planeten, den eine große Staubwolke umgibt, ist der Stern Fomalhaut schon exotisch genug – aber er besitzt zudem noch zwei gravitativ an ihn gebundene Begleiter in großem Abstand.

Weil a Piscis Austrini mit nur 25 Lichtjahren der Sonne sehr nahe ist, stehen seine beiden Begleiter – im Raum 1Lj bzw. 3Lj von ihm entfernt – am Himmel in bis zu 6° Winkelabstand! Entsprechend lange hat es auch gedauert, ihre physische Verbundenheit mit Fomalhaut – durch ähnliche Entfernungen und parallele Bewegung am Himmel – zu beweisen: Beim näheren Begleiter TW PsA gelang dies 1997, bei LP 876-10 aber erst jetzt. Mit ihm gibt es nun einen quasi isolierten M-Zwerg mit dank Fomalhaut gut bekanntem Alter (400 bis 500 Mio. Jahre): nützlich für die Stellarphysik.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 

Termine vom 11.10.–25.10.2013

DatumVeranstaltungAnsprechpartner
12.10.Praktischer astronomischer Samstag (PaS), 49828 Neuenhaus/Sternwartewww.avgb.de/?p=000620
19.10.Norddeutsches Astrofotografentreffen (NAFT), 26203 Wardenburgwww.naft.de
25.10.–27.10.9. Stuttgarter CCD-Workshop, 70188 Stuttgart/Sternwarte Uhlandshöhewww.sternwarte.de/verein/ccd-ws
26.10.Spektroskopie Workshop 2013, 63505 Langenselboldwww.spektroskopie.fg-vds.de/langenselbold2013_d.htm
 

Gewerbliche Termine vom 11.10.–25.10.2013

DatumVeranstaltungAnsprechpartner
13.10.Tag der Offenen Tür bei Meade Instruments Europe, von 11:00 bis 18:00 Uhr, Gutenbergstraße 2, 46414 Rhedewww.meade.de/news/news/archive/2013/september/article/tag-der-offenen-tuer-bei-bresser.html?tx_ttnews[day]=12&tx_ttnews[backPid]=393&cHash=ae5471f2d4afd4432df4f10635686e16
 

Am 9. Oktober kehrte die NASA-Sonde Juno zwei Jahre nach ihrem Start noch einmal zur Erde zurück, um Schwung für ihren Flug zum Ziel Jupiter zu holen: Dass dieses Manöver – trotz einer Störung an Bord der Sonde – tadellos verlaufen ist, hat nicht nur die Flugkontrolle durch ihre Funkverfolgung (kilometergenau) bestätigen können. Auch einige europäische Amateurastronomen aus der Kleinplaneten-Szene haben nach dem Erdvorbeiflug durch eigene optische Astrometrie des künstlichen Himmelskörpers am Nachthimmel nachgewiesen, dass sich Juno nun tatsächlich genau auf Kollisionskurs mit dem Riesenplaneten befindet. Natürlich soll Juno dort nicht einschlagen, sondern in eine polare Umlaufbahn eintreten: Dafür werden entsprechende aktive Manöver kurz vor der Ankunft noch sorgen.

Dessen Ursache wird derzeit untersucht, vermutlich war eine Batterie schneller leer als gedacht. Zuvor haben geplante Testbeobachtungen mit Junos Instrumenten in Erdnähe zumindest teilweise stattgefunden: Eingeschaltet waren z.B. ein Radiodetektor (und Amateurfunker waren aufgerufen, Juno zu einem bestimmten Zeitpunkt anzumorsen) – und die zur Unterhaltung der Öffentlichkeit mitgeführte kleine Kamera der Sonde. Diese Junocam lieferte Aufnahmen von Erde und Mond aus zum Teil ungewöhnlichen Perspektiven, die jetzt langsam herunter geladen werden: An diesem Material werden Amateur-Auswerter – die eigentliche Zielgruppe Junocams – gut für den Jupiter üben können, der am 4. Juli 2016 erreicht wird.

Daniel Fischer

 

Anlässlich der Rheder Gewerbetage wird Meade Instruments Europe am 13.10.2013 von 11:00 bis 18:00 Uhr einen Tag der Offenen Tür veranstalten. Besucher haben die Gelegenheit das vollständige Warenprogramm zu erleben, Produkte zu testen und – bei gutem Wetter – die Sonne zu beobachten. Besondere Höhepunkte sind eine Multimedia-Show von TWAN-Fotograf Gernot Meiser und eine Planetariumsvorführung in einer 5m-Kuppel.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom 11.10.–25.10.2013 (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
12.10. 20:15 Phoenix Expedition Erde: Athmosphäre 45min. 13.10.: 3:00, 6:45
13.10. 20:15 ZDF neo Faszination Universum: Das Rätsel der Harmonie 45min. 14.10.: 5:35, 16.10.: 1:30
21:00 ZDF neo Faszination Universum: Die Macht des Universums 45min. 16.10.: 2:15, 17.10.: 7:15, 8:00
14.10. 2:20 ZDF Frag den Lesch: Unerfüllte Träume: Reisen durch Raum und Zeit 15min. 4:30, ZDF neo: 5:35, 17.10.: 6:00
16.10. 22:45 BR-alpha alpha-Centauri: Wie ist unsere Milchstraße aufgebaut? 15min. 17.10.: 1:30, 10:15, 18.10.: 11:45
17.10. 20:15 Phoenix Herr der Himmelsscheibe: Der Jahrtausendfund von Nebra 45min. 18.10.: 0:45, 7:30, 18:30,
23.10. 22:45 BR-alpha alpha-Centauri: Was ist dunkle Materie? 15min. 24.10.: 1:30, 10:15, 25.10.: 11:45

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Know-how:
www.interstellarum.de/knowhow.asp
 

Seit Heft 86 hat interstellarum ein neues Gesicht und einen neuen Look. Wir möchten auch Sie als Leser mit einbinden: Grundlage unserer neuen Rubriken Praxis Kow-how und Technik Know-how sind die Fragen und Anregungen unserer Leser an die Experten Uwe Pilz (Praxis) und Stefan Seip (Technik).

In jeder Ausgabe werden daraufhin ganz konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Astropraxis und zur Astrofotografie vorgestellt. Zum Beispiel das Zeichnen von Sonnenflecken bzw. die Herstellung dreidimensionaler Himmelsaufnahmen.

Wenn Sie konkrete Fragen oder Vorschläge zur Praxis und Technik der visuellen Beobachtung und Fotografie haben, dann lassen Sie uns es wissen!

Hinweis

Senden Sie uns Ihre Frage, optional mit dazu gehörender Abbildung:

www.interstellarum.de/knowhow.asp

Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

 
 
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Buchversion:
www.oculum.de/oculum/titel.asp?Nr=82
Webseite:
www.kometison.de
 

Im Spätherbst 2013 wird er erwartet: Komet ISON. Er könnte einer der hellsten Schweifsterne der letzten 100 Jahre werden! Alles zum großen Kometen 2013 kann man in unserem Ratgeber »Komet ISON« nachlesen, welchen wir sowohl als Webseite als auch im praktischen Taschenbuch-Format zum Schmökern und Mitnehmen anbieten.

Die Redaktion der Astronomie-Zeitschrift interstellarum gibt für alle Kometen-Fans – und solche die es werden wollen – verständlich Auskunft:

• Was sind Kometen?
• Womit kann ich ISON beobachten?
• Wann kann ich ISON beobachten?

Der Clou: Übersichtliche Aufsuchkarten zeigen von September 2013 bis Februar 2014 genau, wo der Komet steht.

Zum Ratgeber

www.kometison.de

 
 
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Weitere Informationen:
www.oculum.de/stellen/botschafter.html
 

Wenn in Ihnen die Leidenschaft für Astronomie brennt, Sie eine Persönlichkeit mit Überzeugungskraft sind, flexibel über Ihre Zeit bestimmen können und Spaß am Umgang mit Menschen haben, dann verfügen Sie über die wichtigsten Voraussetzungen für den Start als Botschafter für unserem Verlag.

Der Oculum-Verlag sucht ab sofort Sternfreundinnen und Sternfreunde, die in einem regional begrenzten Gebiet Sternwarten, Astrovereine und Planetarien besuchen, Verlagsprodukte vorstellen und Bestellungen aufnehmen. Auch der Verkauf auf regionalen Veranstaltungen und Treffen ist möglich. Sie erhalten auf alle über Sie getätigten Bestellungen eine Provision. Die Mitarbeit erfolgt auf freier nebenberuflicher Basis.

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