<% @ LANGUAGE=VBScript LCID=1031 %> <% Option Explicit %> <% Dim Nummer, Beginn, Ende, BeginnOhneJahr Dim objNLCon, strNLCon, objLastCon, strLastCon Dim objNLRS, strNLSQL, objLastRS, strLastSQL Dim Beginncdate, Endecdate Nummer = 164 Beginn = "8.6.2012" Ende = "22.6.2012" %> interstellarum – Astronomie-Newsletter <% Response.Write Nummer %> 20 And minute(now) <= 40 Then Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg2.jpg);'") Else Response.Write("style='background-image: url(../../../../../interstellarum/images/bg/bg3.jpg);'") End If %> onload="startList()"> <% =NLBannerTop %> <% =NLBannerRight %>
INHALTSVERZEICHNIS Ausgabe <% Response.Write Nummer %> vom <% Response.Write Beginn %>
 
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AKTUELLE EREIGNISSE
 

Wichtige Astronomische Ereignisse vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %>

Zeiten bezogen auf die Mitte des deutschen Sprachraums (Nürnberg)
 
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Sonnenaufgang mit Venus hinter einem Berg auf der griechischen Insel Rhodos. Zu diesem Zeitpunkt war der Planet bereits – mit Sonnenfinsternis-Brille – freiäugig zu erkennen. [Daniel Fischer]
 

Der letzte Venus-Durchgang vor der Sonne bis zum Jahr 2117 ist nun Geschichte, aber praktisch jeder auf diesem Planeten hat daran teilhaben können: mit eigenen – geschützten – Augen, wo es kosmische Geometrie und Wetter zuließen, durch zahllose Webcasts wie den von interstellarum aus Norwegen, die das Ereignis in Echtzeit auf den Monitor zauberten, oder durch soziale Netzwerke, in denen sich qualitativ beeindruckendes Bildmaterial rasant verbreitete, während der sechsstündige Venusdurchgang noch andauerte. Der eigene Blick auf den ungewöhnlich runden und dunklen »Sonnenfleck« – welchen meist bereits eine simple Sonnenfinsternis-Brille offenbarte – blieb einem Großteil der Beobachter in Deutschland leider durch ausnehmend schlechtes Wetter verwehrt, aber manchen gelangen wenigstens kurze Blicke auf die Miniaturausgabe einer Sonnenfinsternis. Vor allem im Nordosten waren die Sichtbedingungen richtig gut: Einige der spektakulärsten Bild- und Filmsequenzen entstanden auf den Inseln Fehmarn und Rügen, wo die bereits eine Weile von der Venus verzierte Sonne bei bester Transparenz aus der Ostsee stieg, von atmosphärischen Fatamorgana-Effekten dramatisch verzerrt und vervielfältigt, so dass die Sonne zeitweise von bis zu drei Venus-Scheibchen bedeckt schien.

Der lange Marsch der Venus über die reichlich mit echten Flecken verzierte Scheibe war dann vor allem für jene spektakulär, die ihre stetige Bewegung über die Granulation im Sichtbaren oder die Chromosphären-Textur im Hα-Licht verfolgen konnten. Richtig spannend wurde es beim Eintritt (der Mitteleuropa leider entging aber insbesondere von mehreren Sonnen-Großteleskopen in den USA festgehalten wurde) und Austritt, der auch in Europa gut zu sehen war: Jeweils etliche Minuten lang zeichnete ein dünnes Band den dunklen Rand des nur teilweise vor der Scheibe stehenden Planeten nach. Dies war die auch von Fachastronomen mit größtem Interesse erwartete Aureole alias Lomonossov-Ring: Licht von der Sonnenphotosphäre wird von der oberen Venusatmosphäre wie von einer Linse Richtung Erde gebrochen. Und die Aureole – deren Abbildung einigen Amateur- und Profiastronomen am Endboden gelang, viel schärfer noch freilich optischen Teleskopen auf den Sonnensatelliten Hinode und SDO – zeigte sich 2012 außerordentlich ungleichmäßig und variabel: Hier manifestieren sich Eigenschaften der Venusatmosphäre, die selbst für Raumsonden nicht zu messen sind. Das Vermächtnis des Venustransits von 2012 besteht nicht nur aus unzähligen spektakulären Fotos, Videos und Erinnerungen sondern auch wertvollem wissenschaftlichem Datenmaterial.

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[Rico Hickmann]
 
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[Andre Saischowa]
 
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[Frank Wächter]
 
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[Marc Wynen]
Eine Auswahl spektakulärer Aufnahmen vom Venustransit 2012.


Eine Galerie aller Venustransit-Einsendungen, die uns erreicht haben finden Sie hier:
www.interstellarum.de/sonder20120606venustransit.asp

 

Daniel Fischer

 
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Merkur am Abendhimmel. [interstellarum, Frank Gasparini]

Ende Juni kommt Merkur letztmalig in diesem Jahr in Abendsichtbarkeit, da bei der nächsten größten östlichen Elongation am 26. Oktober Merkur zu weit südlich der Sonne steht. Anfang Juli erreicht Merkur mit 25° 45' seine größte östliche Elongation und damit fast die größtmögliche Distanz zur Sonne.

Ab Mitte Juni sollte Merkur tief im Nordwesten zu sichten sein. Seine Helligkeit sinkt dabei rapide von –0,m4 am 15. Juni auf +0,m6 am 1. Juli. Der beste Zeitraum zur visuellen Sichtung von Merkur liegt zwischen dem 15. und 25. Juni. Dabei geht der sonnennächste Planet rund eineinhalb Stunden nach der Sonne unter und ist zum Ende der bürgerlichen Dämmerung rund 5° über dem WNW-Horizont sichtbar, so dass für eine erfolgreiche Beobachtung freie Horizontsicht und klare Durchsicht notwendig sind.

André Knöfel

 
 
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Aktuelle Aufnahme von Thorsten Zilch:
www.flickr.com/photos/snimages/7283245992
Aktuelle Lichtkurve:
www.flickr.com/photos/watchingthesky/7282635104
Frühzeitige Entdeckung:
www.oculum.de/newsletter/astro/100/60/3/163.tr4ns.asp#4
 

Die Supernova in der Virgo-Galaxie NGC 4424 hat mittlerweile offenbar ihr Maximum bei ca. 12m erreicht und ist damit auch in kleineren Teleskopen sichtbar.

Die Gesamthelligkeit der Galaxie mit 11,m4 liegt im selben Größenbereich wie die Supernova, ihr Licht verteilt sich jedoch auf eine größere Fläche und die Galaxie wird deshalb von der Supernova völlig dominiert.

Hans-Georg Purucker

 

 

 
MELDUNGEN AUS DER FORSCHUNG
 

Die Andromeda-Galaxie bewegt sich auf die Milchstraße zu und erreicht ihre Nachbarschaft in einigen Milliarden Jahren: Das ist schon bald ein Jahrhundert lang bekannt. Doch ob es auch zu einer Kollision und Verschmelzung der beiden größten Spiralgalaxien der Lokalen Gruppe kommen wird, ist bis jetzt – der landläufigen Vorstellung eines garantierten Zusammenstoßes zum Trotz – keineswegs sicher gewesen: Es gelang einfach nicht, die Eigenbewegung von Messier 31, also die Geschwindigkeitskomponente in der Himmelsebene, zu messen. Das ist dank eines Kraftaktes mit dem Hubble Space Telescope nun endlich anders: Der winzige Versatz tausender von Sternen in drei Außenbereichen der Galaxie gegenüber hunderten Hintergrundgalaxien innerhalb von 5 bis 7 Jahren konnte eindeutig nachgewiesen werden. Und damit auch, dass die Geschwindigkeit der Andromeda-Galaxie in der Himmelsebene nur grob 17km/s beträgt und mit einiger Zuverlässigkeit maximal das Doppelte: erheblich kleiner als die radiale Komponente von –109km/s. Mit anderen Worten: Die Bahn von Messier 31 im Raum ist statistisch von einem direkten Kollisionskurs (im Himmelsmechanik-Jargon: »radialer Orbit«) nicht zu unterscheiden.

Der Weg zu den obigen harten Zahlen war mühsam: Die drei Sternfelder der Galaxie lieferten nämlich ziemlich verschiedene Eigenbewegungen, wenn auch mit einer Präzision von 12 Mikrobogensekunden. Die komplizierte innere Dynamik der Galaxie selbst musste erst modelliert und aus den Daten herausgerechnet werden, ebenso die Bahn von Erde und Sonne um das Zentrum der Milchstraße: 0,000027 Bogensekunden pro Jahr lautet schließlich das Ergebnis für die Eigenbewegung von M 31. Im Detail berechnen lässt sich die Interaktion der beiden Galaxien zwar auch damit noch nicht, aber in groben Zügen steht sie fest: In knapp 4 Mrd. Jahren werden sich die beiden zum ersten Mal begegnen und mit der gegenseitigen Zerstörung ihrer Spiralstruktur beginnen, zwei Jahrmilliarden später ist dann aus beiden eine elliptische Galaxie geworden, die zuweilen schon als »Milkomeda« bezeichnet wurde. Die neue Bahn der Sonne darin ist nicht klar erkennbar, wird aber wahrscheinlich weiter vom Zentrum Milkomedas entfernt sein als jetzt vom Milchstraßenzentrum. Auch die kleinere Spirale M 33 – deren Eigenbewegung seit 2005 bekannt ist – spielt bei dem Tanz der Galaxien mit und könnte die Sonne zeitweise adoptieren.

Daniel Fischer

 
 

Großflächige, ja sogar globale liquide Ozeane unter der Oberfläche weit entfernter Himmelskörper des äußeren Sonnensystems rücken in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus der Wissenschaftsgemeinde. Was vor etwa 10 Jahren noch undenkbar schien, hat sich auf einigen Eismonden wie Enceladus oder Europa zur aktuellen Lehrmeinung verfestigt, oder ist im Falle des Titans Gegenstand aktueller Diskussionen. Nun scheint es, als könne die Grenze der möglichen unterirdischen Flüssigkeitsansammlungen noch weiter nach außen verschoben werden: Triton umkreist Neptun auf einer retrograden, fast perfekt kreisförmigen jedoch mit 156° stark gegenüber dem Äquator des Planeten geneigten Umlaufbahn, in einem mittleren Abstand von 354759km. In der Astronomie werden entgegengesetzt zur Hauptrotationsrichtung umlaufende bzw. rotierende Objekte als rückläufig oder retrograd bezeichnet. Triton ist der einzige große Mond des Sonnensystems mit retrograder Orientierung. Aus entstehungsdynamischen Gründen können sich Satelliten nicht in retrograden Orbits um ihre Mutterkörper bilden. Triton muss sein Dasein also an einem anderen Ort begonnen haben, bevor er durch Neptun eingefangen und in seinen aktuellen Orbit gezwungen wurde.

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Die zwei Wallebenen Tuonela Planitia (links) and Ruach Planitia (Mitte) zeigen die komplexe geologische Geschichte Tritons. Ursprünglich wohl Einschlagbecken, wurden sie durch Flut- und Schmelzereignisse in mehreren Episoden starken Modifikationen und Veränderungen unterworfen. [NASA]

Solcherart eingefangene Körper starten ihre Existenz am neuen Ort in hoch elongierten (langgezogenen) bzw. exzentrischen Orbits. Durch gravitative Interaktionen und Gezeitenreibung mit ihrem assoziierten Planeten verlassen Objekte von Tritongröße allerdings in astronomisch kurzen Zeiträumen diese Bahnen und werden durch Energieverlust in einen zunehmend kreisrunden Orbit »geschleppt«. Ein Einschleifungsprozess wie dieser setzt beträchtliche Energie frei, die den eingebremsten Körper aufheizt. Modellrechnungen legen den Schluss nahe, dass das zu erwartende Energieniveau ausreichend gewesen sein muss, um Triton nicht nur oberflächennah, sondern bis tief in den Kernbereich hinein zu erwärmen, bevor er wieder zu seinem jetzt beobachteten starren Stadium abkühlte. Allerdings verfügt der Mond allem Anschein nach über nicht unerhebliche liquide Flüssigkeitsreservoirs unter der gefrorenen Oberfläche. Dafür spricht auch, dass Triton seinen Planeten innerhalb eines kritischen Abstandes umrundet, wodurch er auch heute noch stark den Gezeitenkräften des Gasplaneten ausgesetzt ist. Aktuelle Modelle berücksichtigen die durch die Gezeitenreibung noch heute erzeugte Wärme, sowie die Zerfallsenergie, die beim radioaktiven Zerfall instabiler Atomkerne im Kern des Mondes frei wird. Beides zusammen hält – so das Ergebnis – einen großen Teil des Eismantels des äußeren Kerns in einem flüssigen Zustand, da gleichzeitig durch große Mengen Ammoniak, die im Ozean gelöst sind, der Gefrierpunkt des Wassers substantiell auf etwa –90°C herabgesetzt wird.

Lars-C. Depka

 

In der Datenflut von Kepler sind unabhängige Astronomen auf erhebliche Bahnstörungen des Planetenkandidaten KOI-872 aufmerksam geworden, den der Satellit durch seine Transits entdeckt hatte: Die Zeitpunkte seiner Durchgänge vor dem Sternscheibchen schwanken um 2 Stunden. Überraschenderweise lässt sich allein aus diesen »Transit Timing Variations« (TTV) eine eindeutige Lösung finden: Ein weiterer Planet – der selbst keine Transits erlebt – stört den beobachteten dank einer fast exakten 5:3-Resonanz der Umlaufszeiten (57 gegenüber 33 Tagen). Zwar wurden TTVs schon öfters gemessen, aber noch nie hatten sie zu einer derart klaren Entdeckung eines ansonsten unsichtbaren Exoplaneten geführt: Gewisse Parallelen zur Entdeckung des Neptun durch Bahnstörungen des Uranus sind zu erkennen. Überdies stießen die Astronomen während der Analyse der Kepler-Daten gleich noch auf einen möglichen dritten Planeten des KOI-872-Systems, der sich wiederum durch Transits bemerkbar macht.

Daniel Fischer

 
 
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Konferenz-Beitrag (PDF):
www.lpi.usra.edu/meetings/acm2012/pdf/6470.pdf
Pressemitteilung der Univ. of Tennessee:
www.utk.edu/tntoday/2012/05/31/josh-emery-uncovers-asteroid-clues
Pressemitteilung der Univ. of Arizona:
uanews.org/node/47370
 

Der Yarkovsky-Effekt ist ein himmelsmechanisches Kuriosum: ein Kleinplanet wird einseitig von der Sonne beschienen und angewärmt – und weil er rotiert, sendet er seine eigene Infrarotstrahlung im Mittel in eine geringfügig andere Richtung aus. Das genügt, um im Laufe der Zeit die Bahn des Himmelskörpers spürbar zu verändern. Beim namenlosen und rund 500m großen Kleinplaneten Nr. 101955 alias 1999 RQ36 – dem Ziel der NASA-Mission OSIRIS-REx – ist der Effekt nun präzise gemessen worden: In den letzten 12 Jahren ist er um 160km von seiner Sollbahn abgewichen. Vor allem dank etlicher Radarechos, die im September 2011 von ihm empfangen werden konnten, hat er die gegenwärtig am genauesten bekannte Bahn im gesamten Kleinplanetenkatalog (auf 6km präzise). Aus der Abweichung von einem rein Kepler'schen Orbit lässt sich seine Masse und damit auch Dichte bestimmen. Das geht, weil zusätzliche Beobachtungen mit Infrarotsatelliten Informationen über die Beschaffenheit seiner Oberfläche liefern, die seine Wärmeabstrahlung beeinflusst. Mit einer Dichte nahe der von Wasser muss der felsige 101955 mindestens zur Hälfte aus Löchern bestehen.

Daniel Fischer

 

 

 
NACHRICHTEN AUS DER ASTRO-SZENE
 
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Omegon Super LE-Okularserie:
www.astroshop.de/?q=Super+LE
Super LE-Okulare im fernrohrfinder:
www.fernrohrfinder.de/suchergebnis.html?query=omegon+super+le
 
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Alle erhältlichen Brennweiten der Omegon Super LE Okulare bieten einen einheit­lichen Pupillen­abstand von 20mm.

Die Firma Omegon bietet mit den »Super LE-Okularen« eine neue Okularserie mit 68° Gesichtsfeld an. Erhältlich ist das Okular in sieben Modellen von 3,5mm bis 18mm Brennweite. Es ist einheitlich auf einen Pupillenabstand von 20mm bei einer großen Augenlinse ausgelegt, so dass auch Brillenträger alle Okulare komfortabel nutzen können sollen. Bei Bedarf wird die Gummiaugenmuschel einfach umgeklappt. Laut Auskunft des Herstellers liefern die Okulare auch an schnellen Teleskopen mit einem Öffnungsverhältnis von f/5 randscharfe Bilder bis zum äußersten Gesichtsfeld.

Außerdem sollen eine Multivergütung auf allen Linsen und geschwärzte Linsenkanten für eine kontrastreiche Abbildung sorgen. Das Einblickverhalten wird vom Hersteller als sehr ruhig ohne Kidney-Bean-Effekt beschrieben. Der Grundkörper besteht vollständig aus schwarz eloxiertem Aluminium und ist mit einer rutschfesten Gummiarmierung ummantelt. Die Gehäuse und Linsenfassungen der Omegon LE-Okulare sind wasserdicht, so dass Feuchtigkeit durch Taubildung oder Reinigungsflüssigkeiten nicht in das Okularinnere dringen können. Der Preis aller Modelle beträgt einheitlich 198€.

Frank Gasparini

 
 
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Astronomischer Verein Rostock:
www.astronomieverein.de
Sternfreunde Braunschweig-Hondelage:
www.sternfreunde-hondelage.de
Astronomie im Norden:
www.astronomie-nord.de
 
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In den Pausen gab es viele anregende Diskus­sionen. [Manfred Holl]

Das zweite Treffen norddeutscher Sternwarten wurde in diesem Jahr von der Sternwarte Lübeck (ASL) ausgetragen. Einlass war um 10 Uhr, die Vorträge begannen eine Stunde später. Wer wollte, konnte die 3,25m-Kuppel mit dem 50cm-Astrographen besichtigen.

Oliver Paulien und Torsten Lohf konnten zu Beginn der Veranstaltung etwa 30 Teilnehmer begrüßen. Nach einem Fachvortrag von Lienhard Pagel (Univ. Rostock) über Veränderliche und die Arbeit der Bundesdeutschen Arbeitsgemeinschaft Veränderlicher Sterne e.V. (BAV), folgten mehrere Beiträge über astronomische Aktivitäten in norddeutschen Sternwarten und Vereinen. Die Referenten waren Wolfgang Bergt vom Astronomischen Verein Rostock, Michael Schomann, der über die Sternfreunde Braunschweig-Hondelage berichtete, Marco Ludwig, der Neuerungen auf der Neumünsteraner Sternwarte vorstellte und die gute Kooperation mit der Sternwarte Lübeck hervorhob sowie Hartwig Lüthen, der die Geschichte der Außensternwarte der GvA-Hamburg und ihren heutigen Standort in Handeloh vorstellte. Weitere Berichte von Sternfreunden, wie z.B. bestürzende Nachrichten darüber, dass im Harz neue Skigebiete geplant sind, die die ganze Nacht hindurch vollkommen ausgeleuchtet werden sollen, aber auch Arbeitsberichte und Bilder wurden vorgestellt.

Mit Kurzberichten über eine Wanderausstellung in Lübeck aus Anlass des Wissenschaftsjahres 2012, dem Sternfreundetreffen am 3. März 2012 im Planetarium Wolfsburg und Neuerungen und Planungen für die Website astronomie-nord.de endeten die Vortäge. Im abschließenden Resümee wurde die Organisation gelobt, die Zusammenarbeit der norddeutschen Astronomievereine hervorgehoben und kurz über den nächsten Austragungsort, evtl. in Braunschweig oder Wolfsburg, diskutiert.

Manfred Holl

 
 
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Guide 9.0:
www.projectpluto.com/faqnew.htm
 

Nachdem bereits seit Jahresbeginn 2012 die neue Version 9.0 des Programms »Guide« auf dem US-amerikanischen Markt zur Verfügung steht, ist nun auch die deutschsprachige Variante lieferbar, die wie gewohnt Funktionen eines virtuellen Planetariums und zur Sternkartenerstellung sowie zur Teleskopsteuerung in sich vereinigt. Mit der Version 9.0 bietet die Software eine vollständige Neuversion auf dem aktuellen Stand des Jahres 2012 an und enthält u.a. die mehr als 140 Updates, die seit 2002 für die Vorgängerversion zur Verfügung gestellt wurden. Vom Erscheinungsbild unterscheidet sich Guide 9.0 kaum von der Vorgängerversion, die Befehls- und Bedienstruktur ist vollständig erhalten geblieben. Auffälligster Unterschied ist das Hilfesystem, das laut Auskunft des Deutschen Vertriebs zusammen mit dem Handbuch komplett überarbeitet wurde.

Die wesentlichsten Änderungen spielen sich im Hintergrund ab, da die Grundlage der Kartenerstellung jetzt auf den Sternkatalogen UCAC-3 und Tycho-2 basiert und damit wesentlich höhere Genauigkeiten bezüglich Sternpositionen und Helligkeiten liefert, als mit dem bisherigen GSC-Katalog. Weiterhin wurden die Bahnelemente von Himmelskörpern im Sonnensystem auf den neuesten Stand gebracht und lassen sich nun auch wieder problemlos über gültige Links zum MPC aktualisieren. Laut Hersteller soll die Version 9.0 auf allen Windows-Plattformen ab Win 95 bis hin zu aktuellen 64-Bit-Versionen lauffähig sein. Die Vollversion kostet 49,90€. Ein Update von einer älteren Version ist für 39,90€ erhältlich, wobei ein kostenloses Update für Guide 8.0-Versionen, die nach dem 1.1.2011 erworben wurden, zur Verfügung steht.

Frank Gasparini

 
 
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KOMPLETTES ASTRONOMISCHES FERNSEHPROGRAMM:
www.manfredholl.de/tvguide.htm
 

Das Astronomische Fernsehprogramm vom <% Response.Write BeginnOhneJahr %>–<% Response.Write Ende %> (Auswahl)

Datum Uhrzeit Sender Titel der Sendung Dauer Wiederholung
9.6. 15:05 Phoenix Tage, die die Welt bewegten: u.a.: Die Explosion der CHALLENGER 55min. 10.6.: 8:35, 12.6.: 1:35
10.6. 20:15 Phoenix Das Rätsel von Tunguska 45min. 11.6.: 7:30, 18:30
11.6. 1:50 ZDF Leschs Kosmos: Mars in Gefahr 15min. 14.6.: ZDF neo: 1:30
19:30 BR-Alpha alpha-academy-Wissenschaft und Forschung im Gepräch: Kosmische Strahlung 45min. 12.6.: 9:30
13.6. 22:45 BR-Alpha Alpha Centauri: Was ist ein Cooling Flow? 15min. 14.6.: 1:45, 10:15
14.6. 7:30 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Max Planck und die Quantenphysik 15min.
7:45 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Albert Einstein – E = mc2 15min.
18.6. 1:25 ZDF Leschs Kosmos: Das Problem mit dem Image: Atome 15min. 21.6.: ZDF neo: 1:35
7:30 SWR Die Himmelsuhr 30min.
9:00 BR-Alpha Faszination Wissen: Mit aller Macht ins All – Was nützt die bemannte Raumfahrt? 30min. 22.6.: 19:00
11:45 BR-Alpha Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Die Kraft, die keine ist – Gaspard de Coriolis und die Ablenkung der Massen 15min. 19.6.: 8:15
19.6. 19:00 BR-Alpha Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Planet aus Sternenstaub – De Laplace und die Entstehung der Erde 15min. 20.6.: 9:00
20.6. 22:45 BR-Alpha Alpha Centauri: Wie schnell entstand die Erde? 15min. 21.6.: 1:45, 10:15
21.6. 7:30 SWR Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik: Edwin Powell Hubble – Das expandierende Universum 15min.

Manfred Holl

 

 
MITTEILUNGEN DER REDAKTION
 
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Leser-Ergebnisse seit interstellarum 70:
www.interstellarum.de/ ods-galerie.asp
Fotos einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp
Zeichnungen und Beschreibungen einsenden:
www.interstellarum.de/ ods.asp?Maske=2
 

Die Objekte der Saison (OdS) in interstellarum laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Beobachtungen an diesem größten Beobachtungsprojekt in deutscher Sprache zu beteiligen! Die 9,m1 helle Galaxie M 85 und der Galaxienhaufen Abell 1656 – beide in Coma Berenices – sind jetzt noch gut am Nachthimmel zu beobachten.

Fotos und Zeichnungen bzw. wörtliche Beschreibungen – ganz gleich ob Experten-Ergebnisse oder Anfänger-Resultate – können direkt auf den interstellarum-Server geladen werden. Alle eingehenden Ergebnisse werden in der Online-Präsentation auf interstellarum.de gezeigt. Eine Auswahl schafft es zusätzlich in das April-Heft des kommenden Jahres. Machen Sie mit – wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer!

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Hier können Sie Ihre Ergebnisse einsenden:

Zeichnungen und Beobachtungsbeschreibungen: www.interstellarum.de/ods.asp?Maske=2

Fotos: www.interstellarum.de/ods.asp
 

 
Alle Einsendungen seit Heft 70 bis hin zu zukünftigen Ausgaben:

www.interstellarum.de/ods-galerie.asp
 

 
 
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www.interstellarum.de/ruekl.asp
 

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