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Ereignisse

Wie hell wird PANSTARRS?

Ab Mitte März Schweifstern am Abendhimmel

Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) im März. [F. Gasparini, interstellarum]

Wird es der beeindruckendste Komet seit Hale-Bopp 1997 und McNaught 2007 – oder fällt er doch hinter die Erwartungen zurück? Leider deutet momentan vieles auf die zweite Möglichkeit hin (vgl. interstellarum 87, Kometen aktuell S. 24).

Ab dem 10.3. kann man tief in der Abenddämmerung nach PANSTARRS Ausschau halten. Ideal ist dazu ein Zeitpunkt gegen 19:00 MEZ. Würde die Maximalhelligkeit statt der im letzten Heft noch erwarteten –4m bis –1m nur noch ca. +2m erreichen, wird es bei hellem Himmelshintergrund in der Dämmerung jedoch schwierig werden, den Schweifstern zu sichten. Dies ist ohne optische Hilfsmittel wohl erst dann möglich, wenn PANSTARRS um den 20.3. genügend hoch am abendlichen Himmel gestiegen ist, um ihn nach Ende der Dämmerung zu betrachten. Der neue interstellarum Twitter-Dienst wird Sie in dieser Zeit über den aktuellen Stand informieren.

In jedem Fall dürfte PANSTARRS ein packender Anblick im Fernglas oder Teleskop werden. Anfang April, rund drei Wochen nach seiner Perihelstellung, wird man die Annäherung des Kometen an die Andromedagalaxie wahrscheinlich noch mit bloßem Auge verfolgen können. Am 4.4. bewegt sich der Komet rund 1° westlich an M 31 vorbei und könnte dabei immer noch eine Helligkeit von 4m besitzen – visuell ein interessanter Anblick sowohl mit bloßem Auge als auch im Fernglas oder kleinem Teleskop und ein schönes Fotomotiv.

In der ersten Aprildekade wird C/2011 L4 (PANSTARRS) zirkumpolar und bewegt sich weiter nördlich in Richtung Himmelsnordpol, dem er in der letzten Maidekade auf 5° nahe kommt. Die Helligkeit wird dann weiter abnehmen – ist der Komet bis Ende April vermutlich noch mit bloßem Auge sichtbar, so wird er danach ein Objekt für kleine und mittlere Teleskope.

Ronald Stoyan, André Knöfel

 

18 Minuten Kernschatten

Kurze partielle Mondfinsternis am 25. April

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Verlauf der Mondfinsternis am 25. April 2013. [F. Gasparini, interstellarum]

2013 ist für europäische Beobachter nicht unbedingt ein Finsternisjahr. Beide Sonnenfinsternisse sind unsichtbar und neben zwei Halbschattenfinsternissen ist in diesem Jahr nur eine partielle Mondfinsternis in unseren Gefilden zu sehen. Mitteleuropäische Beobachter haben das Glück, diese partielle Finsternis am Abend des 25.4. kurz nach Mondaufgang in südöstlicher Richtung beobachten zu können.

Dabei wird allerdings der Kernschatten lediglich den Mondrand streifen, so dass die partielle Phase nur rund 18 Minuten dauern und dabei wenig eindrucksvoll ausfallen wird, da nur rund 2% der Mondoberfläche am Mondsüdpol im Erdschatten liegen werden. Der optische Eindruck wird einen Vollmond zeigen, dem eine kleine dunkle »Kappe« übergestülpt wurde. Technisch Interessierte können versuchen, die Finsternis messtechnisch nachzuweisen.

André Knöfel

 

Planetentrio am Nordwesthorizont

Venus, Jupiter und Merkur begegnen sich am 28. Mai

Venus, Jupiter und Merkur am 28. Mai 2013 im Nordwesten. [interstellarum, Frank Gasparini]

Wenn am Abend des 28.5. gegen 21:10 MESZ die Sonne untergeht, wird man am nordwestlichen Abendhimmel in ca. 10° Höhe die helle Venus (–3,m9) leicht auffinden. Anfangs nur mit dem Fernglas, später auch mit dem bloßem Auge kann man knapp 1° südöstlich der Venus den Jupiter entdecken, der sich mit einer Helligkeit von –1,m9 zeigt. Richtet man seinen Blick noch rund 2,5° nördlich der Venus, erkennt man einen –0,m6 hellen Punkt: den Merkur. Bereits 1,5 Tage zuvor ist der innerste Planet dem Riesenplaneten Jupiter auf 2,4° nahe gekommen. Das Planetentrio verschwindet zwischen 22:30 MESZ und 23:00 MESZ nacheinander vom Himmel.

André Knöfel